B388-Ortsumfahrung  

Räte fordern mehr Abstand zu Grünbach

Grünbach ist stark belastet vom Durchgangsverkehr auf der B 388. Ein erster Entwurf für die Ortsumfahrung fiel im Gemeinderat durch. Eine neue Skizze muss her.

Bockhorn – Schon seit langem beschäftigt die geplante Ortsumfahrung von Grünbach den Gemeinderat. Auf Bitte des Landratsamts soll die Kommune einen möglichen Korridor für den Verlauf der B 388 benennen. Nach langer Diskussion lag in der Sitzung am Donnerstag ein Vorschlag auf dem Tisch. Doch der Entwurf fiel im Gremium durch.

„Mittlerweile ist die Ortsumfahrung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen“, erinnerte Bürgermeister Hans Schreiner die Ratskollegen. Das bedeute, dass das Projekt bis 2030 fertig sein könnte. Daher möchte der Landkreis die Überlegungen der Gemeinde zu einer möglichen Trasse an das Staatliche Bauamt Freising senden, „um dieses wichtige Infrastrukturprojekt voranzubringen“.

Also hatte Bockhorns Verwaltung ein Planungsbüro beauftragt, einen möglichen Korridor in die Gemeindekarte einzutragen. Dieser Korridor führt derzeit vom Ortsende Unterstrogn in Fahrtrichtung Taufkirchen, am Ortsteil Hecken vorbei, dort über die Strogn und dann zwischen den Ortschaften Grünbach und Aurlfing bis zum Weiler Kreuthäusl, wo er wieder auf den bisherigen Verlauf der B 388 treffen würde.

Doch dieser Entwurf gefiel den Ratsmitgliedern nicht in allen Punkten. So wünschte Bernhard Stein (CSU) einen deutlich größeren Abstand der späteren Bundesstraße zum Ort Grünbach. Daher solle dort der Korridor von 400 auf 200 Meter Breite verkleinert werden.

Thomas Fisch (Freie Wähler) plädierte für Lärmschutzmaßnahmen in dem „doch sehr hügeligen Gelände“. Seine Parteikollegin Annelie Hinterwimmer forderte zwingend eine Kombination mit der ebenfalls geplanten Nordumfahrung ED 99.

Letztlich einigte sich der Gemeinderat darauf, eine neue Skizze anfertigen zu lassen. Diese soll einen schmäleren Korridor für die Ortsumfahrungstrasse aufweisen, mit möglichst viel Abstand zu den Ortschaften Grünbach und Aurlfing. Außerdem soll die Straße weiter im Norden des Gemeindegebiets liegen.

Schreiner gab zu bedenken, dass auch die Einschleifungsbauwerke für die Nordumfahrung berücksichtigt werden sollten. Letztlich aber, da ist sich der Bürgermeister sicher, „wird es wohl einen Kompromiss geben – und jeder Kompromiss tut einigen Leuten weh“.

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