Versteckt im Wald: Viele Interessenten waren bei der Exkursion dabei. Foto: (AVE)

Bockhorner Bodendenkmal

Ein besonderer archäologischer Ort

Bockhorn – Das Gemeindegebiet von Bockhorn hat bei den obertägig noch sichtbaren Bodendenkmälern des Landkreises Erding mit derzeit 15 Grabhügeln an neun bekannten Fundstellen um die Ortsteile Untermailling, Hubberg, Eschlbach, Riedersheim und Bockhorn einen besonderen Stellenwert.

Hier findet sich im Umkreis von wenigen Kilometern die höchste Dichte vermutlich mehrheitlich bronzezeitlicher Grabhügel aus der Zeit zwischen 1600 und 1300 v. Chr. im gesamten Landkreis. Zwei dieser Fundstellen im Waldgebiet um den Gemeindeteil Eschlbach waren das Ziel einer geführten Wanderung, die der Archäologische Verein Erding in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Landkreis Erding heuer bereits zum zweiten Mal angeboten hat.

Knapp 100 Interessierte hatten sich am Treffpunkt, der Ortskirche von Eschlbach, eingefunden. Gleich an der ersten Anlaufstation erwartete die Teilnehmer eine Besonderheit: Der Archäologische Verein hatte die Veranstaltung dazu genutzt, eine Informationstafel am Ort des Bodendenkmals im Gelände der Öffentlichkeit vorzustellen. Gestaltet wurde die Tafel in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Unterstützt haben das Projekt der Historische Verein Erding, der Verein Wittelsbacher Jagdhaus sowie einige Bockhorner Bürger.

Nach dem Kletthamer Gräberfeld und dem Grabhügelfeld bei Eichenkofen hat nun auch die Gemeinde Bockhorn einen „besonderen archäologischen Ort“, an dem sich Wanderer direkt am Bodendenkmal über Wissenswertes dazu informieren können. Der Grabhügel ist von der Ortskirche Eschlbach aus in zehn Gehminuten erreichbar. Der Zugang wurde an der Verbindungsstraße nach Windheim zusätzlich mit Hinweistafeln am Wegrand gekennzeichnet, so dass der etwas versteckt im Gehölz gelegene Fundort ohne Mühe auffindbar ist.

(Rudolf Koller)

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