CSU Bockhorn

Bessere Gespräche

Kirchasch - CSU-Ortsvorsitzender Bernhard Stein fordert eine bessere Kommunikation der Gemeinde Bockhorn mit dem Landkreis und der Kreisstadt.

„Sehr aktiv, durchaus kritisch ohne Oppositionspolitik zu betreiben“ so fasste Bernhard Stein, Vorsitzender der CSU Bockhorn das vergangene Jahr in seinen Rechenschaftsbericht zusammen. Mit rund 20 Gästen war die Jahreshauptversammlung im Gasthof Bauer in Kirchasch eher schwach besucht. Schließlich hat der Ortsverband 86 Mitglieder – nach zwei Todesfällen und einem Austritt etwas weniger als ein Jahr zuvor. Daher müsse man verstärkt um Neuzugänge werben, erklärte Stein.

In der politischen Arbeit machte die CSU durchaus von sich reden und konnte ihr Programm im Gemeinderat teilweise umsetzen. So wurden aus dem Überschuss der kommunalen Verkehrsüberwachung mobile Tempo-Anzeigen erworben, die nach Antrag in den Ortschaften aufgestellt werden. Nur einen Teilerfolg erzielte man mit dem Antrag auf Aussetzung der Straßenausbausatzung. Dabei sei Bürgermeister Hans Schreiner „eingeknickt“, so Stein. Zwar unterstützte der Landkreis die Argumentation einer finanziell soliden Gemeinde. Für den Bezirk Oberbayern war das jedoch zu wenig. Derzeit werde dort über automatisch wiederkehrende Beiträge beraten, bis zu einem Ergebnis „bleibt die Satzung ausgesetzt“, versprach Stein.

Fußgängerampel wieder Thema

Im Gemeinderat ebenfalls befürwortet wurde der Antrag einer Fußgängerampel vor der Schule in Bockhorn. Mangels entsprechender Verkehrsbelastung lehnte das Landratsamt ab, selbst wenn die Gemeinde die Ampel selbst finanziert. Derzeit habe man aber eine Unterschriftenliste von 280 Personen, so dass das Thema noch einmal aufgenommen wird.

In der Schwebe ist auch noch die Zukunft des Adlerhorst in Grünbach. Die CSU lehnte den Umbau zum Feuerwehrgerätehaus ab und nahm Beratungen mit der Grünbacher Liste auf. Wunsch war dabei eine „Pflegewohngemeinschaft in Art einer Hilfe zur Selbsthilfe“.

Die Planung sei jedoch auf ein durch die Gemeinde zu betreibendes Pflegeheim mit Kosten von drei Millionen Euro hinausgelaufen. „Dies war nicht die Intention unseres Antrags“, betonte Stein. Es laufe nun darauf hinaus, dass man das Gebäude erst einmal abreißt und neu plant.

Noch offen ist auch die Gestaltung der Ortsdurchfahrt Hecken zur Verkehrsberuhigung. „Letztlich ist es so, dass die Nordumfahrung kommt“, prophezeite Stein, „man muss die Situation da verbessern, wo es geht“. Insgesamt sei die Zusammenarbeit mit Schreiner und dem Gemeinderat gut, lobte Stein. „Als CSUler würden wir uns aber eine bessere Kommunikation des Bürgermeisters zum Landkreis und zur Stadt Erding wünschen.“

Außerhalb des Gemeinderats hatte die CSU einen Frühschoppen veranstaltet, bei dem Landrat Martin Bayerstorfer zur Flüchtlingsthematik referierte. Auch der Nikolausdienst und das Abholen von 280 Weihnachtsbäumen waren Erfolge, die daraus resultierenden Spenden kommen der St.-Nikolaus-Schule in Erding zugute. Nach dem letztjährigen Tagesausflug zu einem Gemüseanbauer in Kirchweidach soll es heuer „etwas familiärer“ zugehen: Auf dem Programm steht der Besuch der Augsburger Puppenkiste.

Gert Seidel

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