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Setzen sich für den Gewässer- und Hochwasserschutz in der Landwirtschaft ein (v. l.): Josef Schächtl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Erding, Landwirt Stefan Hörmann, der die Demo-Anlage an der B 388 betreibt, Land wirt Rupert Kaspar Hutterer vom Hutterer Erlhof Agrar in Mehnbach und Anton Mitterer, ebenfalls vom AELF. Hier zeigen sie so genannte Zwischenfrüchte, deren verschiedenen Wurzelformen den Boden auflockern. 

Besuch beim Demonstrationsbetrieb 

Regenwürmer als fleißige Feldarbeiter

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Bayernweit gibt es rund 100 Demonstrationsbetriebe, die zeigen, wie Boden-, Wasser- und Klimaschutz in der Praxis umgesetzt wird – auch im Kreis Erding.

Bockhorn „Der Gewässer- und Hochwasserschutz wird in der Landwirtschaft immer wichtiger“, sagt Josef Schächtl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Erding. Um Landwirten, aber auch anderen Interessierten zu zeigen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, hat das Bayerische Staatsministerium im Rahmen des sogenannten Wasserpakts etwa 100 Demonstrationsbetriebe geschaffen. Den Wasserpakt haben Landwirtschafts- und Umweltministerien, Erzeuger, Wasserversorger und weitere Einrichtungen geschlossen, um auf freiwilliger Basis die Qualität der Gewässer zu verbessern.

Einer der Demonstrationsbetriebe im Kreis Erding ist der Hutterer Erlhof Agrar in Mehnbach bei Lengdorf, der andere der Hof von Stefan Hörmann in Loh bei Bockhorn. Dieser Tage hatten Schächtl und sein Kollege Anton Mitterer zu einem Treffen auf den Vorbild-Hof bei Erding eingeladen. Hier zeigen eine Reihe von Lösungen, die Hörmann teilweise bereits seit Jahren anwendet, wie Wasserschutz auf natürlichem Wege funktioniert. Wichtig ist dafür der Zustand des Bodens – je lockerer er ist, desto mehr Wasser kann versickern. „Das Wasser wird hier an den meisten Stellen aufgenommen wie von einem Schwamm“, sagte Hörmann am Rand seiner sieben Hektar großen Demo-Anlage direkt an der B 388.

Auf der Ackerfläche wird gezeigt, wie mit Hilfe von Zwischenfrüchten Felder für eine bessere Wasseraufnahme fit gemacht werden. Auf den Beispielfeldern wurden verschiedene Saatmischungen eingebracht, die Pflanzen mit flachen, tiefen oder Pfahlwurzeln hervorbringen. „Je nachdem, was der Landwirt anbaut – beispielsweise Mais, Rüben oder Kartoffeln: Hier kann er sich anschauen, wie die passende Zwischenfrucht den Boden auflockern kann“, sagt Mitterer.

Natürliche Helfer kommen hier ebenfalls zum Zuge: Regenwürmer. Sie sind für Drainagen verantwortlich, indem sie Röhren zur Oberfläche graben. Auch, um sie dorthin zu locken, wird dafür vor und während der Aussaat der Hauptfrucht eine Mulchsaat verwendet. Dafür bleiben die Pflanzenreste der Zwischenfrucht auf dem Acker liegen, das schützt zugleich vor Bodenerosion und den Boden. Die Mulchsaat bringt auch noch den Vorteil, dass das Feld seltener mit schweren Maschinen befahren werden muss. „In den verdichteten Fahrspuren braucht Wasser sehr viel länger, um abzufließen“, erklärt Hörmann.

Seinen Hof umgeben insgesamt 38 Hektar landwirtschaftliche Fläche, durch das Land fließt auf 800 Metern auch das Schollbächlein. Zu den Ackerflächen hin hat Hörmann etwa 20 Meter breite Gewässerrandstreifen geschaffen. Das schützt nicht nur den Uferbereich vor Beschädigungen, sondern dient auch als Notbremse vor Düngemitteln oder Oberflächenmaterial von den Feldern. Solche Streifen werden auch über Agarfördermaßnahmen bezuschusst. Seit 2010 seien die Anträge dafür gestiegen, so Mitterer, „aber es dürfen gern noch mehr werden“.

Zu Gast beim Rundgang war auch Rupert Kaspar Hutterer. Er praktiziert seit einigen Jahren auf seinem Biogas-Hof in Mehnbach eine weitere Methode, um den Boden so locker wie möglich zu halten: Bei ihm gibt es keine ganzflächige Bodenbearbeitung mehr, sondern der Mais wird mit einer Streifenfräse in den Boden gebracht. Zwischen den Maisstreifen hilft ein Grasstreifen dabei, den Bodenabtrag und die Bodenerosion zu reduzieren.

von Henry Dinger

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