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Gottfried Pfandzelt (†), Altbürgermeister von Bockhorn, ist im Alter von 89 Jahren verstorben. 

Bockhorn trauert um den Ehrenbürger

Altbürgermeister Gottfried Pfandzelt (†) hat immer für seine Gemeinde gelebt

Altbürgermeister Gottfried Pfandzelt war bekannt und beliebt in der Gemeinde Bockhorn. Einen Tag nach seinem 89. Geburtstag ist er jetzt gestorben.

Breitasch/Bockhorn – Er war bekannt und sehr beliebt in der Gemeinde Bockhorn, der Sollerbauer und Altbürgermeister Gottfried Pfandzelt. Einen Tag nach seinem 89. Geburtstag ist er jetzt gestorben, hinterlässt neben seiner Frau Maria auch Tochter Maria Schäffer mit Ehemann Bernhard sowie den beiden Enkeln Sonja und Bernhard.

Landwirt aus Überzeugung

Pfandzelt war Landwirt aus Überzeugung und dabei sehr erfolgreich, betrieb lange Zeit im Teilort Breitasch eine Schweinezucht und eine Biogasanlage. Vor allem aber diente er von 1972 bis 1978 als Zweiter Mann in der Gemeinde, bis er 1978 zum Bürgermeister gewählt wurde – ein Amt, das er bis 2002 bekleidete. Zur damaligen Zeit galt es, vier selbstständige Orte zu einer Einheit zusammen zu führen, die finanzielle Situation der Gesamtgemeinde war nach der Gebietsreform eher schwierig. Zudem standen wichtige Entscheidungen an, wie etwa die Fertigstellung der Kläranlage.

Bodenständig und seiner Heimat sehr verbunden

Als Hans Schreiner, der heutige Bürgermeister von Bockhorn, die Amtsgeschäfte von Gottfried Pfandzelt übernahm, lobte er ihn als einen wichtigen Ratgeber und guten Freund: „Er ist da, wenn man ihn braucht, ohne sich dabei aufzudrängen.“ Im Nachhinein sagt Schreiner: „Obwohl er bodenständig und seiner Heimat stets sehr verbunden war, dachte er fortschrittlich. Seine Geduld mit Andersdenkenden habe ich oft bewundert, er wusste stets, wohin er will. Und er hat immer für seine Gemeinde gelebt.“

Altbürgermeister, Ehrenbürger, im Goldenen Buch verewigt

Da verwundert es nicht, dass Gottfried Pfandzelt am Ende seiner Dienstzeit zum Altbürgermeister ernannt wurde. Von den Bockhorner Vereinen erhielt er zudem eine sogenannte Wappentafel, in der sich die teilnehmenden Ortsgruppierungen in Form von Medaillen verewigt hatten. Außerdem bekam er im März 2010 im Rahmen einer Feierstunde die Ehrenbürgerschaft verliehen. In der Laudatio wurde erwähnt, dass Pfandzelt „die Entwicklung der Gemeinde vorausschauend und zukunftsorientiert gesteuert hat, Bockhorn hat sich in seiner 24-jährigen Amtszeit als Rathauschef zu einer leistungsfähigen Kommune entwickelt“. Und so durfte sich der Geehrte auch ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen.

Mit 25 Jahren hatte Gottfried Pfandzelt den elterlichen Hof übernommen

Gottfried Pfandzelt blieb stets der Landwirtschaft verbunden, fuhr auch noch im höheren Alter auf Traktor und Mähdrescher. Er war in Breitasch auf dem elterlichen Hof geboren und dort mit zwei Schwestern aufgewachsen, besuchte nach der Volksschule Kirchasch die Landwirtschaftsschule in Erding. Mit 25 Jahren übernahm er den Hof, bildete dort viele Lehrlinge aus und heiratete 1963 schließlich seine Frau Maria.

Seit 1996 bewirtschaftet Tochter Maria mit Familie das Anwesen. „Mein Vater war stets überall dabei, war Mitglied in vielen Vereinen, unter anderem bei der örtlichen Feuerwehr. Und er las ausführlich jeden Morgen die Heimatzeitung, interessierte sich bis zuletzt für Lokalpolitik, konnte sich dank einer guten Gesundheit bis kurz vor seinem Tod noch in der Gemeinde bewegen“, erinnert sich seine Tochter.

Seelengottesdienst und Beerdigung am Dienstag, 12. November

Sie wird in großer Trauergemeinschaft am kommenden Dienstag, 12. November, von ihrem Vater Abschied nehmen. Nach dem Seelengottesdienst um 9 Uhr in der Kirche St. Martin in Kirchasch findet dort auch die Beerdigung statt. Der Sterberosenkranz ist am Montag, 11. November, um 18.30 Uhr.

Friedbert Holz

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