Wir drehen ein schnelles Rad“: Unter dieses Motto hatte Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner seine wohl letzte Rede beim Neujahrsempfang im Foyer des Rathauses gestellt.
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Großer Andrang im Foyer des Bockhorner Rathauses. Zum Neujahrsempfang waren 200 Bürger gekommen. Sie hörten nicht nur die letzte Rede ihres Gemeindechefs Hans Schreiner. Auch dessen Kontrahent im laufenden Landratswahlkampf, Amtsinhaber Martin Bayerstorfer, sprach zu ihnen.

Neujahrsempfang in Bockhorn

Hans Schreiner: Den Fokus behalten im Zeitalter der Informationsflut

Wir drehen ein schnelles Rad“: Unter dieses Motto hatte Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner seine wohl letzte Rede beim Neujahrsempfang im Foyer des Rathauses gestellt.

Bockhorn – „Wir drehen ein schnelles Rad“: Unter dieses Motto hatte Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner seine wohl letzte Rede beim Neujahrsempfang im Foyer des Rathauses gestellt. Gut 200 Bürger waren seiner Einladung gefolgt.

Der scheidende Gemeindechef ehrte nicht nur herausragende Leistungen in Feuerwehr, Sport und Musik. Er dankte auch denen, die sich in Vereinen und in Ehrenämtern für das Wohl der Kommune einsetzen. „Wir wissen zwar noch nicht genau, wohin wir laufen wollen, aber Hauptsache, wir laufen schon mal. Wir werden rund um die Uhr mit Informationen überflutet, werden vor allem in den sozialen Medien darüber aufgeklärt, dass doch fast alles Fake News seien, alternative Tatsachen. Warum aber denken wir nicht selbst nach, warum brauchen wir andere, die uns sagen, was zu tun ist?“, fragte Schreiner.

Die Tageszeitung: „Der unabhängige Datenfilter“

Er nannte dafür eine Lösung, „den unabhängigen Datenfilter“: die Tageszeitung. Zwar glaubten viele in ihrer Elektronik-Welt, dass dieses Medium veraltet sei, dass Informationen auf Papier nicht mehr angesagt wären. Immerhin würden diese Nachrichten noch etwas kosten, denn wenn etwas nichts koste, gebe es meist einen Hintergedanken, die Beeinflussung oder das Abfischen persönlicher Daten. Schreiners Resultat: „Da bezahle ich doch lieber eine Redaktion meines Vertrauens.“ Ganz generell solle wieder mehr Wert auf Qualität gelegt werden, denn mittels hochwertiger Informationen falle es leichter, im Leben richtige Entscheidungen zu treffen.

Auch Schreiners Rivale bei der Landratswahl, Amtsinhaber Martin Bayerstorfer, wies darauf hin, dass Entwicklungen immer schneller abliefen. Es gebe auch 2020 viele Herausforderungen zu bewältigen. Als besondere Leistungen des Landkreises hob er das neue Geothermie-Werk in Erding, neue Recyclinghöfe, Schulerweiterungen und die neue regionale Marke „echt erding“ hervor.

Er verstehe, dass viele Angst vor zu schnellen Veränderungen hätten. Daher ermuntere er alle, mutig vorwärts zu gehen und die Zukunft als etwas Positives anzunehmen. Die Feierstunde, die mit einem Beisammensein am Büfett ausklang, wurde musikalisch von Mitgliedern der Kreismusikschule Erding unter Leitung von Gertie Angermaier umrahmt. Das Querflöten-Trio mit Maria Hörmann (Papferding), Veronika Huber (Oppolding) und Katharina Triller (Taufkirchen) zeigte ebenso sein Können wie Lilly Angermaier (Bockhorn) und Antonia Estay-Heydner (Taufkirchen) an Cello und Geige. Zum Abschluss spielten die vier Bockhorner Schusterblasn noch den Viertwengerisch-Walzer.

Ehrende und Geehrte stellten sich zum Gruppenfoto auf (v. l.): Bockhorns zweiter Bürgermeister Lorenz Angermaier, Landrat Martin Bayerstorfer, Lisa Haindl, Thomas Stenglein, Lilly Angermaier, Annika Schön, Severin Müller, Igor Thomas und Bürgermeister Hans Schreiner.

Die Geehrten:

Feuerwehr: Thomas Stenglein (Grünbach), 25 Dienstjahre. 

Sport: Igor Thomas (Mauggen), erster Platz oberbayerische Meisterschaft mit dem Kleinkaliber-Gewehr mit Isental Lengdorf; Annika Schön (Kirchasch), erster Platz oberbayerische Meisterschaft mit der Junioren-Mannschaft der SSG Sempt. 

Jugend musiziert: Lilly Angermaier (Bockhorn), erster Platz in der Kategorie Violoncello; Lisa Haindl (Hecken), erster Platz Violine; Severin Müller (Hecken), erster Platz Akkordeon. 

Friedbert Holz

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