Bockhorn legt sich das vom Landratsamt empfohlene IT-Sicherheitseitssystem ISIS zu. Damit soll die Gemeinde beim Informations- und Datenschutz entlastet werden.
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Vor allem soll ISIS dafür sorgen, dass sensible Daten auch in den Bockhorner Kabeln und Rechnern bleiben. Symbolbild.

Neues IT-Sicherheitssystem soll für Entlastung sorgen

Bockhorn schützt sich mit ISIS

Bockhorn legt sich das vom Landratsamt empfohlene IT-Sicherheitseitssystem ISIS zu. Damit soll die Gemeinde beim Informations- und Datenschutz entlastet werden.

Bockhorn – Manchmal muss sogar das Internet bemüht werden, um einen Sachverhalt zu erläutern, den dieses elektronische Medium wesentlich mit ausgelöst hat: Datenmissbrauch. Und so ließ Bürgermeister Hans Schreiner in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres zur Klärung eine Seite aus Wikipedia auflegen, dem Lexikon der Jetzt-Zeit, um dem Gremium ISIS näher zu bringen.

Hinter diesem Kürzel ISIS verbirgt sich ein so genanntes Informations-Sicherheitsmanagement-System, das vom Landratsamt demnächst eingeführt werden soll und auch allen 26 Gemeinden im Landkreis empfohlen wird. Es soll letztlich dazu dienen, die Gemeinden damit von ihren Pflichten für Informations- und Datenschutz zentral zu entlasten. Schreiner ergänzte: „Wenn wir hier nicht mitmachen, kann es passieren, dass wir unsere Zertifizierung verlieren. Wir müssten uns dann selbst um die Sicherheit aller Daten kümmern und könnten bei Missbrauch auch belangt werden“.

ISIS-Kosten werden zur Hälfte bezuschusst

Trotzdem sorgte die Ankündigung der geplanten Landratsamt-Maßnahme im Gremium für wenig Verständnis. Denn die Gemeinde, die bei der Installation des Systems von einer Beraterfirma unterstützt wird, muss dafür einschließlich Auditkosten von rund 8300 Euro bezahlen, die zur Hälfte bezuschusst werden. „Letztlich bezahlt aber der Bürger immer“, sagte der Bürgermeister. Für Software und Wartung fallen schließlich jährlich nochmals rund 1000 Euro an.

Mindestens ebenso ungeliebt wie die hohen Kosten für ISIS ist der gesamte Zeitaufwand. Denn für die Einführung des neuen Systems werden rund zwei Arbeitswochen veranschlagt. Hinzu kommen weitere Maßnahmen wie Wartung bei zentralen IT-Komponenten, Verwaltung von Passwörtern und die Organisation der Berechtigungen für Ordner und Server-Laufwerke. Letztlich beendete der Rathauschef die Diskussion um die Sinnhaftigkeit der neuen Einrichtung. Daher riet er dem Gremium, die Sache so zu sehen wie CSU-Gemeinderat Bernhard Stein: „Augen zu und durch“. Bis auf dessen Parteikollege Franz Auer jun. stimmte die Versammlung letztlich dem Konzept auch zu.

Neue Geräte für das Rathaus

Außerdem wurde einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu ermächtigen, für die Verwaltung im Rathaus sechs neue Computer und drei neue Monitore zu beschaffen. Als maximaler Kostenrahmen wurden dafür (ohne Installation) 10 000 Euro festgelegt.

Friedbert Holz

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