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Das mit dem zweiten Kindergarten in der Gemeinde Bockhorn ist nicht so ganz einfach.

Gespräche mit Nachbarn nötig

Neuer Kindergarten: Grünbacher bei Parkplätzen gefragt

Die Stellplatzfrage am neuen Kindergarten auf dem ehemaligen Adlerhorst-Gelände ist immer noch nicht geklärt. Architekt Helmut Kaiser aus Kirchasch zeigte den Gemeinderäten am Dienstag aber immerhin einen fast fertigen Planentwurf. Zudem stellte eine Spezialfirma für Holzbauten eine neue Bautechnik vor. Denn es soll schnell gehen mit dem neuen Heim für zwei Kindergarten- und weitere Gruppen.

Grünbach – Der benachbarte Tennisclub Grünbach will einen kleinen Raum in dem Gebäude, auch die Kleinkindergruppe der „Bockhörnchen“ soll dort untergebracht werden – alles bis September 2020. Also ist Eile geboten, und so wird Bockhorns Gemeindeverwaltung nun den Entwurf zur Genehmigung einreichen, auch wenn es im Detail noch Diskussionen gibt.

So gefällt etwa Hubert Strasser (Bürgerliste Kirchasch) das Flachdach nicht. Er plädiert für ein Satteldach mit leichter Neigung und etwas Überhang, um sowohl Regenschutz für den Laubengang im Obergeschoss als auch Beschattung bei sommerlichen Temperaturen zu erreichen. Auch sind noch nicht die finalen Gespräche mit den Erzieherinnen geführt worden, vermutlich werden sie ebenfalls Erfahrungen einbringen wollen.

In jedem Fall aber befindet sich der neue Kindergarten nun nicht mehr so tief im Gelände wie bei der ersten Vorstellung. Er steht nun auf einer Betonplatte etwa 15 Zentimeter höher als die vorbeiführende Schulstraße. Von dieser Fahrbahn führt eine kleine Rampe zum überdachten Haupt- Eingangsbereich mit weiteren Einzel-Türen: Zum eigentlichen Kindergarten sowie zu den beiden separaten Vorbauten, in denen auf der rechten Seite der Raum für den Tennisverein sowie die Küche geplant sind, befindet sich links die Fläche für die „Bockhörnchen“.

Nach heftigen Diskussionen in einer Bürgerversammlung in Grünbach (wir berichteten), in der von der Kündigung eines der drei Tennisplätze durch die Gemeinde gesprochen wurde, haben sich die Gemüter etwas beruhigt. Bürgermeister Hans Schreiner legte den Ratsmitgliedern einen E-Mail-Wechsel mit dem TC-Vorsitzenden Gerhard Stärk vor und erklärte, dass der Inhalt eines weiteren Pachtvertrags noch nicht beschlossen sei. Stärk wolle keinen Vertrag unterschreiben, der die Streichung eines Platzes beinhaltet und sehe so seinen Sport gefährdet, berichtete Schreiner.

Nun will der Rathauschef in Verhandlung mit den Eigentümern jener Grundstücke treten, die sich auf der gegenüber liegenden Seite der Schulstraße befinden. „Vielleicht erhalten wir so doch noch etwas mehr Raum für weitere Stellplätze vor dem Kindergarten.“ „Die Grünbacher können jetzt zeigen, ob ihnen der neue Kindergarten wirklich wichtig ist“, sagte dazu Bernhard Stein (CSU).

Wichtig könnte angesichts des Zeitdrucks der Vorschlag von Gerold Tönjes sein. Der Geschäftsführer der Firma Grossmann in Rosenheim, die sich auf Holzbauten spezialisiert hat, stellte dem Gremium eine bisher nicht in Betracht gezogene Bauweise aus Brettsperrholz vor. Damit lassen sich Wände aus mehrfach verklebten Fichten-Brett-Schichten individuell herstellen, je nach Bedarf des Bauherrn. „Allerdings“, gab der Experte zu bedenken, „braucht es bei einer solchen Bauart eine sehr exakte Vorplanung. Wenn diese stimmt, können sie dann aber gegenüber herkömmlichem Mauer-Konstrukt rund vier Monate Bauzeit sparen“.

Diese Art des Bauens, zu sehen etwa bei der neuen Schule in Oberding, ermöglicht Innenwände aus massivem Holz, lediglich an der Außenfassade ist wegen Witterungseinflüssen noch eine Dämmung notwendig. Zudem, so Tönjes, „ist jede beliebige Dachform möglich“. Architekt Kaiser wird nun auch diese neuartige Technik mit in seine Planungen einbeziehen, als ersten Kostenvoranschlag nannte Bürgermeister Schreiner „rund zwei Millionen Euro“. FRIEDBERT HOLZ

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