Halbfinalist: Der Bockhorner Lukas Weber kocht weiter Richtung Finaleinzug.
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Halbfinalist: Der Bockhorner Lukas Weber kocht weiter Richtung Finaleinzug.

„Das gebe ich den Hasen zum Fressen“

The Taste: Bockhorner Lukas Weber muss mit Wildkräutern kochen

  • vonMayls Majurani
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Lukas Weber aus Bockhorn kann auch vegetarisch kochen. Das bewies er im Viertelfinale von The Taste. Nächste Woche steht er im Halbfinale.

Bockhorn – „Wildkräuter finde ich total scheiße. Ganz ehrlich, das schmeckt einfach nicht. So etwas gebe ich normalerweise den Hasen zum Fressen und dann esse ich den Hasen.“ So ein frühes Fazit von Lukas Weber, der in der SAT.1-Sendung „The Taste“ am Mittwoch im Viertelfinale stand und eben mit diesem „Hasenfutter“ kochen musste.

Genauer genommen ging es im Viertelfinale von „The Taste“ darum, vegetarisch zu kochen. Gastjuror war Nils Henkel, der Küchenchef im Restaurant Bootshaus in Bingen am Rhein ist. Henkel arbeitet gerne mit regionalen Produkten, frischen Kräutern. Dafür brachte er Feldsalat, Blumenkohl, Paprika und Fenchel mit. Die Zutaten wurden unter den Teams ausgelost. Weber und sein Teamkollege Yassin mussten etwas mit Blumenkohl zubereiten. Webers Löffel: Dreierlei vom Blumenkohl, dazu Salat-Apfel-Gurken-Sud mit Ingwer, Salattaler, Nussbutter mit Curry und Apfel-Kügelchen. Da musste sein Coach Alexander Hermann über den Küchenchef des Bockhorner Gasthauses Weber feststellen: „Es ist bei ihm unfassbar schwer, ihn ein bisschen aus der Aromatik des bayerischen Wirtshauses zu hebel. Es ist sehr harmonisch, aber nicht spannend.“ Hermann entschied sich deshalb für Yassins Löffel, stellte dann aber fest: „Nachdem Nils (Henkel) alle vier Löffel probiert hat, war es, glaube ich, ein Fehler, Yassins Löffel zu schicken.“

Doch dann ging es beim Solokochen an die Wildkräuter, und die bedeuteten auch ein ausgeglichenes Rennen um die goldenen Sterne. Denn Profiköche hätten nun keinen Vorteil, meinte Weber: „Das ist nicht etwas, was Profiköche oft verarbeiten. Eher selten.“ Also müsse jeder kreativ sein und sich etwas überlegen.

Der 24-Jährige überlegte sich geflämmte und gepickelte Perlzwiebel mit Brennnessel-Mayo, Sauerampfer, Apfel, Radieschen, Linsen-Senf-Vinaigrette und Pumpernickel-Brot-Chip. Bei der Fülle an Zutaten musste auch Juror Alex Kumptner zugeben: „Hier fehlt mir nichts.“ Auch Frank Rosin war begeistert von Webers Gericht: „Boah, ist das gut. Ein Touchdown nach dem anderem.“

Einen goldenen Stern gab es für den Bockhorner im Viertelfinale zwar nicht, einen roten hat er aber auch nicht bekommen. Damit ist Weber im Halbfinale von „The Taste“. Das wird nächsten Mittwoch, 21. Oktober, ab 20.15 Uhr auf SAT.1 ausgestrahlt. Dann heißt der Gastjuror Tim Mälzer und es geht um Kontraste wie arm und reich, hart und zart, jung und alt, oder nah und fern. Weber zum Halbfinale: „Es macht auf jeden Fall Druck, dass wir nur noch zu zweit sind, aber wir sind sehr gut aufgestellt. Wir schaffen es beide ins Finale. Vielleicht auch wieder mit einem goldenen Stern, nachdem es diesmal nicht klappte.

Mayls Majurani

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