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Blumen für die Künstlerin: Rosmarie Weigert freute sich über die Ausstellungseröffnung im Bockhorner Rathaus, die gut besucht war. Auch Vize-Bürgermeister Thomas Fisch war gekommen.

Bilderausstellung von Rosmarie Weigert

Farbenfrohe Momentaufnahmen im Bockhorner Rathaus

Sie mag kräftige Farben, vor allem ein sattes Rot, und malt gerne Menschen: Die Isenerin Rosmarie Weigert stellt ihre Bilder bis Ende Oktober  in Bockhorn aus.

BockhornDie Werke von Rosmarie Weigert konnten zahlreiche Besucher bei der Vernissage im Foyer des Bockhorner Rathauses bewundern. Bis 30. Oktober sind die Bilder unter dem Titel „Farbenfroh“ dort während der regulären Öffnungszeiten ausgestellt.

„Eigentlich wollte ich die Ausstellung schon im März eröffnen. Doch dann kam Corona, wobei ich seit Beginn dieser Pandemie sehr viel gemalt habe und jetzt sogar noch mehr Bilder zeigen kann als geplant“, erzählte die 65-jährige Künstlerin aus Isen. Eigentlich stammt sie aus Walpertskirchen, kam erst vor elf Jahren zur Malerei. „Davor hatte ich sehr viele Berufe ausprobiert, war unter anderem Personal-Chefin bei einem Möbelhaus, hatte vor Jahren eine eigene Tankstelle in Berchtesgaden.“

Zurück in der Heimat lernte sie in Isen Kirchenmalermeister Robert Grundler kennen. „Von ihm habe ich sehr viel erfahren, nehme auch heute noch an seinen Kursen teil, habe mich in jüngster Zeit vor allem auf Porträts konzentriert“, erzählt Weigert von der Zusammenarbeit mit dem Atelier Farbenspiel. Ihr Schwager, Kreismusikschulleiter Bernd Scheumaier, stellte in seiner Laudatio fest, „dass Malerei und Musik gar nicht so weit auseinander liegen. Nur stört Malerei die Nachbarn weniger.“ In der Kreismusikschule hänge ein schönes Bild von Weigert, das den Komponisten Ludwig van Beethoven zeigt.

Kunst sei schließlich immer ein Spiegelbild der Gesellschaft und Vorreiter für Entwicklungen. Bei Weigert würden „ein expressiver Stil mit internationalen Themen“ dominieren. Scheumaier und Edi Karbaumer unterhielten die Gäste an Akkordeon und Schlagzeug „mit einer Wanderung durch viele musikalische Genres“.

Tatsächlich finden sich unter den großformatigen Acryl-Bildern ein gut getroffenes Porträt von Romy Schneider, ein elegant tanzendes Paar („Tango im Blut“). Marilyn Monroe daneben als lasziv lockender Vamp, gegenüber ein Mädchen, das mit der Gitarre auf der Schulter in den Sonnenuntergang läuft – auf ihrem „Weg ins Licht“. Schließlich steht da noch jene Dame in eleganter Abendrobe vor der Silhouette einer Stadt. Während Betrachter rätseln, um welche Metropole es sich handeln könnte, verrät Weigert: „Es soll Prag sein, doch die Kirchtürme erinnern mehr an Istanbul.“ Egal, wichtig sind Ausdruck und Farben. Und so ist letztlich klar, in welchem Ton das Kleid gehalten ist: in Rot. FRIEDBERT HOLZ

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