Mosaik-Figuren am Zaun präsentierten (v. l.) Margot Wagner, Edeltraud Kaiser, Doris Detterböck, Heidi Kugler, Charlotte Uzarewicz und Christa Hluchnik. Es fehlt Regine Wisent.F
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Mosaik-Figuren am Zaun präsentierten (v. l.) Margot Wagner, Edeltraud Kaiser, Doris Detterböck, Heidi Kugler, Charlotte Uzarewicz und Christa Hluchnik. Es fehlt Regine Wisent.

Mosaik-Figuren

Farbenfrohe Zaungäste am Biergarten: Die etwas andere Vernissage in Bockhorn

  • Friedbert Holz
    VonFriedbert Holz
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Für gewöhnlich werden Vernissagen in Galerien oder schicken Foyers verortet. Nicht so diesmal in Bockhorn: Edeltraud Kaiser, die dort eine Mosaik-Werkstatt betreibt und Kurse im Bau dieser steinernen Kunstwerke gibt, stellte ihre Arbeitsergebnisse im Biergarten des Gasthauses Weber vor. Der Titel der Ausstellung hieß „Zaungäste“. Einige der elf Figuren hatte sie dann auch am Zaun des Weber-Biergartens in der Ortsmitte postiert.

Bockhorn - „Jeden Dienstag treffe ich mich mit meiner Kundschaft, um an Mosaik-Werken zu arbeiten“, erzählt Kaiser, die seit vielen Jahren auch im Gemeinderat sitzt und die örtliche Bücherei betreut. Sie hatte, zusammen mit sechs weiteren Damen, die Idee, einige Mosaik-Figuren als attraktive Blickpunkte im Erdinger Impfzentrum am Lodererplatz auszustellen. „Doch dann klappte das plötzlich nicht, und so beschlossen wir, in Bockhorn eine kleine Vernissage zu veranstalten, diesmal im Freien.“

Der Zaun am Biergarten des heimischen Gasthauses schien der 61-Jährigen der geeignete Platz, um vor allem die stehenden Figuren ins rechte Licht rücken zu können. Aber auch ein paar Bäume auf dem schattigen Platz bekamen ein Band aus Mosaik-Steinen umgebunden, und am Eingang grüßte der „Done“, eine Männerfigur mit Hut, die Besucher.

Jede der Schöpferinnen hatte sich eine der Figuren ausgedacht – da gab es spielende Kinder ebenso wie stehende Frauen oder einen Menschen, der stark an Popstar Michael Jackson erinnerte. „Jede von uns konnte frei agieren mit ihrer Idee, wichtig war nur, dass eine stehende Figur dabei heraus kam“, so Kaiser über die Vorgabe. Dann arbeiteten die sechs Frauen, die teilweise aus den Landkreisen Landshut und Freising kommen, rund drei Monate an ihren Werken.

Kaiser, die schon seit 20 Jahren ihre Werkstatt betreibt, hat sich die Kunst des Mosaik-Legens selbst beigebracht, hatte sich als Autodidaktin aber auch bei einem Kurs im italienischen Ravenna Ideen geholt und Tipps geben lassen. Mittlerweile veranstaltet sie Kurse (www.mosaikfuerdich.de) und hat Bürgermeister Lorenz Angermaier angeboten, ein paar Motive aus ihrer Kinder-Mosaik-Serie dem örtlichen Kinderhaus zu spenden – „damit der Zaun dort auch ein wenig aufgehübscht wird, so wie hier am Biergarten“.  

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