Sie führen die Bockhorner CSU (v. l.): Gernot Gassner, Michael Stock, Georg Huber, Franz Auer jun., Josef Vieregg und Schriftführer Benjamin Brückner.
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Sie führen die Bockhorner CSU (v. l.): Gernot Gassner, Michael Stock, Georg Huber, Franz Auer jun., Josef Vieregg und Schriftführer Benjamin Brückner.

Georg Huber wird zum Nachfolger von Bernhard Stein gewählt – Präsenzveranstaltung wegen Delegiertenwahl

Führungswechsel in der Bockhorner CSU

Georg Huber heißt der neue Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Bockhorn. Der 48-jährige Landwirt aus Oppolding bekam am Mittwochabend in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bauer das Vertrauen aller 17 anwesenden Wahlberechtigten. Huber tritt die Nachfolge von Bernhard Stein an. Der amtierende Gemeinderat aus Maierklopfen hatte den Vorsitz zehn Jahre lang inne.

Kirchasch - Stein erklärte zu Beginn der Versammlung im Saal, in dem die Gäste weit auseinandersitzen konnten, den ungewöhnlichen Rahmen: „Nicht alle in der Bürgerschaft haben verstanden, weshalb wir uns hier treffen. Doch Delegierte zur Kreisvertreterversammlung müssen bis Ende Februar gewählt sein. Deshalb haben wir, weil unsere Partei eine Präsenzwahl verlangt, uns für den Raum hier entschieden. Diese Versammlung ist verfassungsrechtlich geschützt und auch entsprechend der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen in Bayern zulässig.“ Alle Teilnehmer mussten FFP2-Masken tragen, am Eingang konnten Getränke gekauft werden, ein Essensangebot bestand nicht.

Wegen der Corona-Pandemie hatte der CSU-Ortsverband seit einem Jahr keine Treffen mehr veranstalten können, wie Stein in seinem Rückblick erwähnte. „Dennoch haben wir einiges bewegt, haben verschiedene Anträge im Gemeinderat vorgebracht, uns für einen möglichen Einzelhandel im Gewerbegebiet eingesetzt und plädieren auch für eine gute Nahversorgung im neuen Baugebiet Kirchasch.“

Derzeit zähle der Ortsverband 80 Mitglieder mit einem Altersdurchschnitt von 61 Jahren, zehn Eintritten stehen 14 Austritte gegenüber. Stein dazu: „Natürlich hat hier Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Politik der Regierung auch eine Rolle gespielt.“ Er selbst wolle nach zehn Jahren nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Denn bei kritischer Eigenwahrnehmung stelle er fest, dass in der aktuellen Lage der Gemeinde wohl ein etwas stärkeres Auftreten der CSU vonnöten sei – „ich bin als Mensch aber vielleicht doch zu harmonisch veranlagt“. Im Gemeinderat werde er sich weiter engagieren, zum Beispiel für Mobilfunk: „Wir wollen und brauchen eine bessere Versorgung.“

Georg Huber, der neue Vorsitzende und Ehemann von Sabine Huber, Gemeinderätin und 2020 Kandidatin um das Bürgermeisteramt, sieht die Situation seiner Partei vor Ort ähnlich: „Wir müssen uns immer wieder neu erfinden. Ich selbst habe, nachdem ich beruflich in geordneten Bahnen laufe, viel Lust auf Zukunft. Schließlich gehört Fortschritt seit jeher zur CSU-Tradition.“

Nach dem Bericht von Schatzmeister Gernot Gassner, der rund 20 600 Euro Einnahmen und 16 800 Euro Ausgaben vorwies, erfolgten die Wahlen. Vorsitzender ist Georg Huber, zu seinen Stellvertretern wurden Franz Auer jun., Josef Vieregg und Michael Stock (auch Digital-Beauftragter) gewählt. Für die Finanzen ist Schatzmeister Gernot Gassner zuständig, als Schriftführer fungiert Benjamin Brückner. Die Kasse prüfen Georg Mesner und Susanne Stein. Beisitzer sind Bernhard Stein, Christine Westermaier, Sabine Huber, Michael Hackl, Rudolf Buchmeier und Markus Maier. Als Delegierte zur Kreisvertreterversammlung wurden gewählt: Bernhard Stein, Christine Westermaier, Georg Mesner, Markus Maier, Gernot Gassner, Josef Vieregg, Michael Stock, Franz Auer jun. und Georg Huber. Ersatzdelegierte sind Sabine Huber, Michael Hackl, Rainer Graf, Claus Lechner, Johannes Stein, Rudolf Buchmeier, Markus Kaiser, Alois Ober und Josef Czech. 

Landrat Martin Bayerstorfer betonte zum Abschluss: „Wegen der Bundestagswahl im Herbst war die Wahl der Delegierten sehr wichtig. Demokratie erfordert nun einmal Meinungserörterung.“ Zudem warb Bayerstorfer für das Wohnungsbau-Modell des Landkreises mit Mietkauf: „Durch 80 Prozent Anrechnung der Mietzahlungen auf den späteren Besitz einer eigenen Wohnung werden sich nun mehr Bürger bei uns eine Immobilie leisten können.“

FRIEDBERT HOLZ

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