Gemeinderat Bockhorn

Geburtenrate über dem Bundesschnitt

Bockhorn – Bockhorn wächst – und damit der Bedarf an Kinderbetreuung. Um gewappnet zu sein, schaut man sich nach einem Träger für einen weiteren Kindergarten um.

„Wenn das Wachstum unserer Gemeinde so weiter geht, dürfte das bestehende Angebot für die Kinderbetreuung bald nicht mehr ausreichen“: Mit dieser unverhofften Prognose startete Bürgermeister Hans Schreiner im Bockhorner Gemeinderat eine Diskussion über weiteren Betreuungs-Bedarf. Zwar, so der Gemeindechef, entspreche der derzeitige Bedarf an Betreuung mit 24 Kindern in der Krippe und 115 im Kindergarten durchaus noch der vorhandenen Kapazität. „Doch wir liegen mit statistisch 1,7 Kindern pro Frau höher als der Bundesdurchschnitt mit 1,4, und wir erwarten weiteren Zuzug. Immerhin kommen auf 100 neue Einwohner ein Krippenkind und drei Kindergartenkinder mehr.“

Momentan können das Kinderhaus in Bockhorn 139 Plätze, die Hofzwerge Flanning 20 Plätze und weitere externe Stellen 17 Plätze anbieten – demnach stehen 176 Angebote einem Bedarf von 139 Plätzen entgegen. „Doch dieses Verhältnis“, so Schreiner, „kann sich auch schnell wieder drehen“. Deshalb schlug er dem Ratsgremium vor, dass die Verwaltung Ausschau halte nach dem Träger eines weiteren Kindergartens. „Der muss keinesfalls kirchlich sein, und der darf auch durchaus ein neues Konzept der Kinderbetreuung verfolgen“, so Schreiner.

Er freute sich im Verlauf der Ratssitzung noch sichtlich nach der kurzen, aber konstruktiven Diskussion über den Haushalts- und Finanzplan 2017: „Wir haben dieses Zahlenwerk keinesfalls auf Kante genäht, im Gegenteil. Wir sind solide für die Zukunft aufgestellt und haben unseren Haushalt vor allem schon früh fertig.“ Tatsächlich wurde der rund 11,2 Millionen Euro umfassende Etat nach kurzer Beratung über einige wenige Punkte beschlossen.

Der Haushalt schließt in Verwaltungs- und Vermögenshaushalt jeweils in Einnahmen und Ausgaben mit rund 5,6 Millionen Euro ab. Die bisherigen Steuerhebesätze (Grundsteuer A und B: 300 v. H., Gewerbesteuer: 350 v. H.) bleiben unverändert, Kreditaufnahmen werden nicht festgesetzt. Zu den größeren Posten gehören unter anderem eine Außen-Fluchttreppe an der Schule, der Adlerhorst-Abbruch, die Sanierung von zwei maroden Brücken und die Breitbanderschließung. Vermutlich 150 000 Euro mehr muss die Gemeinde 2017 an Kreisumlage zahlen.

Friedbert Holz

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