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Die Glasfaser ist in Bockhorn noch nicht wirklich auf dem Vormarsch.

Gemeinderat Bockhorn

„Große Sauerei“: Ärger um Breitbandausbau

Der Breitbandausbau im Gemeindegebiet Bockhorn wird sich weiter in die Länge ziehen. „Das geht nun schon seit Jahren so, und nichts passiert“, ärgerten sich die Gemeinderäte am Donnerstagabend im Bockhorner Rathaus.

VON MICHAELE HESKE

Bockhorn – Die Telekom ist nicht bereit, ein Angebot abzugeben, obwohl die Gemeinde Bockhorn schon 800 000 Euro in das Telekom-Netz investiert hat. Lediglich ein Angebot der Firma Bisping & Bisping liegt der Gemeinde vor. Die Kosten: 4,05 Millionen Euro. Die hohe Summe wurde dadurch begründet, dass die Firma ein komplett neues Glasfasernetz in der Gemeinde aufbauen müsse, weil sie keinen Zugriff auf die Infrastruktur der Telekom habe.

Die doppelte Verlegung eines Glasfasernetzes sei nicht akzeptabel, so der zweite Bürgermeister Lorenz Angermaier (Bürgerliste Kirchasch mit Umgebung). „Da ist die große Politik gefordert“, meinte er. „Vertraglich gehört das Netz der Telekom, und diese entscheidet auch, ob und wen sie auf das Netz drauf lässt.“ Das sei eine große Sauerei, ergänzte Walter John von der Grünbacher Liste: „Da hat die Telekom einen schönen Reibach auf Kosten des Steuerzahlers gemacht.“

Im kommenden Jahr steht indes eine Novellierung der Bundesförderrichtlinie an, bei der die Förderschwelle von 30 Megabit pro Sekunde erhöht werden soll. Daher beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, erst 2020 eine neue Ausschreibung durchzuführen und einen weiteren Anlauf zum Breitbandausbau zu starten.

Erfolgreicher war die Gemeinde bei der Vergabe der Heizungsbauarbeiten für die Erweiterung des Bauhofs sowie des Feuerwehrhauses. „Insgesamt 13 Firmen wurden angeschrieben, auch ortsansässige“, berichtete Bürgermeister Hans Schreiner. Lediglich die Dorfener Firma Kronseder gab ein Angebot über gut 88 000 Euro ab – es liegt zehn Prozent unter der Kostenschätzung. Da Kronseder Haustechnik als renommierter und leistungsfähiger Betrieb bekannt sei, so Schreiner, votierten die Gemeinderäte einstimmig für die Vergabe.

Einig waren sich die Bockhorner Kommunalpolitiker auch darüber, dass im Mitteilungsblatt der Gemeinde keine Wahlversammlungen beworben werden dürfen. Einzige Ausnahme ist die Christbaumaktion der CSU. Denn Weihnachten findet schließlich jedes Jahr statt – unabhängig von allen Wahlen, so die Meinung im Gremium.

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