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Viele Begehrlichkeiten gibt es um die Buslinien durch den Landkreis. Im Dezember kommt der neue Fahrplan.

Gemeinderat gibt Grünes Licht

Buslinie 562: Bockhorn zahlt doch mit

Die Gemeinde wird sich jetzt doch an den Kosten für geplante weitere Fahrten der Buslinie 562 zwischen Erding und Taufkirchen an Wochenenden sowie an Feiertagen beteiligen. Nach längerer Diskussion stimmte der Gemeinderat am Dienstag für den Ausbau des Taktangebots. Bürgermeister Hans Schreiner war zuvor für seine ursprüngliche Ablehnung im Kreistag heftig kritisiert worden.

VON FRIEDBERT HOLZ

Bockhorn – Die Gemeinden Bockhorn und Taufkirchen hatten diese zusätzlichen Fahrten beim Landratsamt schon 2018 beantragt. Der Ausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt beschloss daraufhin eine Kostenbeteiligung durch die betroffenen Orte Taufkirchen, Inning am Holz, Fraunberg und Bockhorn in Höhe von 30 Prozent.

„Wir haben damals bei der Diskussion die Auffassung vertreten und vertreten sie auch heute noch, dass es sich bei den Zusatzfahrten um überörtliche Verbindungen handelt, für die der Landkreis als Kostenträger zuständig ist“, erklärte Schreiner dazu im Gemeinderat. Zudem habe er in der Sitzung des Verkehrsausschusses noch kein positives Mandat des Gemeinderates gehabt „und musste folglich dagegen stimmen“, sagte er.

Und somit bestand die Gefahr, dass Bockhorns Haltestellen auf der Linie 562 bei den Zusatzfahrten dann nicht bedient würden. Nach Meinung der meisten Gemeinderäte würde dies in der Bevölkerung aber Unmut und Unverständnis hervorrufen. Daher genehmigte das Gremium die Kostenbeteiligung, „zum Nutzen der Bürger“, wie es Bernhard Stein (CSU) ausdrückte. Gottfried Widl (FWG Bockhorn) kritisierte, dass Erding nicht auch zur Bezahlung herangezogen werde, und Schreiner selbst hofft, „dass in der nächsten Legislaturperiode der Kreistag darüber ganz anders entscheidet“.

Bei der Umlegung der Kosten in Höhe von jährlich zwischen 20 000 und 36 000 Euro müsste sich jede der vier Gemeinden beteiligen, nicht aber die Große Kreisstadt Erding. Diese Kostenschätzung, so Bockhorns Verwaltung, sei vorbehaltlich der Rücksprache mit dem ausführenden Busunternehmen, das aber noch keine Rückmeldung zu dieser Kalkulation gegeben habe.

Zudem sei ebenfalls noch nicht geklärt, wie die Gesamtkosten auf die vier Gemeinden aufzuteilen seien. „Dies“, so Geschäftsleiter Heinz Schoder, „sollen die Gemeinden wohl selbst untereinander vereinbaren. Bei einer Aufteilung zu gleichen Teilen wären das für uns rund 2700 Euro im Jahr. Wieso aber müssen wir überhaupt zahlen? Defizite im Öffentlichen Nahverkehr werden doch aus der Kreisumlage aller Gemeinden sowieso beglichen?“

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