Feuerwehr Bockhorn

Gerätehaus mit Bau- und Recyclinghof: Es gibt keine Alternativen

In eigener Sache musste die Gemeinde Bockhorn trotz Kritik von Anwohnern einen Beschluss zum Bauantrag für das Feuerwehr-Gerätehaus mit Bauhof und Recycling-Station fällen.

Bockhorn – Das bestehende Gerätehaus bereitet der Gemeinde Sorgen. Es soll zugleich mit dem Bauhof erweitert und der angrenzende Recyclinghof neu gestaltet werden. Die Fläche ist als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen und im Flächennutzungsplan aufgenommen. Der möglicherweise wachsende Betrieb sorgte jedoch für Einsprüche der Anwohner aus den umliegenden Wohngebieten. Grundsätzlich baten sie darum, eine alternative Fläche zu suchen. Hier vermeldete Bürgermeister Hans Schreiner nur knapp, dass nichts Adäquates vorhanden sei.

Für den bestehenden Bebauungsplan bat man um eine Verschiebung der Geräte- und Waschhalle der Feuerwehr um 13 Meter nach Westen. Dies zog die Gemeinde in einer der ersten Varianten zwar in Erwägung, musste die Planung aber fallen lassen. Eine weitere Anregung war die Reduzierung der Dachneigung, weil die Bürger eine Beschattung ihrer Grundstücke befürchten.

Für Missverständnisse sorgte schließlich der Wunsch, dass die Zufahrt des Feuerwehrhauses über die Ostseite nur auf Notfälle beschränkt und in der Nacht die Westseite benutzt werden sollte. Wenn die Forderung auch einigen Unmut hervorrief, betrifft die Zufahrt nicht die Feuerwehr.

Für das Bauvorhaben wurde bereits ein Lärmgutachten erstellt. Danach ist der geplante Tagbetrieb einschließlich der neu geplanten Halle schalltechnisch verträglich und die für ein Wohngebiet zulässigen maximal 55 Dezibel werden eingehalten.

„Wir haben es uns in der Diskussion nicht einfach gemacht“, erklärte Schreiner, „aber es sind keine Alternativen da“. Mit einstimmigem Beschluss wurde der Bauplan der Gemeinde genehmigt.

Unabhängig davon gab es auch einen Beschluss zum Abbruch des alten Feuerwehrhauses in Bockhorn. Seit Jahren nur vermietet, jetzt aber ungenutzt, ist das Gebäude keine Sehenswürdigkeit mehr. Die Arbeiten übernimmt nach Ausschreibung die Firma Rudolf Linner aus Erding zum Preis von 5355 Euro, zugleich mit dem Abriss des Adlerhorsts in Grünbach für weitere 63 070 Euro (Bericht folgt).

Gert Seidel

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