31 Aussteller sind dabei: Schriftführerin Margit Niedermaier, Vorsitzender Anton Spangenberg, Marketingspezialistin Birgit John und Vorsitzender Daniel Nowak (v. l.) stellten den digitalen Auftritt am Laptop vor.
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31 Aussteller sind dabei: Schriftführerin Margit Niedermaier, Vorsitzender Anton Spangenberg, Marketingspezialistin Birgit John und Vorsitzender Daniel Nowak (v. l.) stellten den digitalen Auftritt am Laptop vor.

Vom 21. bis 24. April

Holzlandschau heißt jetzt „digiThal“

In der Pandemie digitalisiert sich vieles. Auch die Gewerbeschau im Holzland. Der Gewerbeverein wird die Verbrauchermesse erstmals online veranstalten.

Thal – Vor der Kamera zu stehen und ganz lässig und natürlich ein paar Worte zu sprechen: Das ist gar nicht so einfach. Das haben Daniel Nowak und Anton Spangenberg, die beiden Vorsitzenden des Gewerbevereins Holzland, schnell gemerkt. Denn für die erste „digiThal“, also die erste virtuelle Gewerbeschau im Holzland, wurde mit ihnen ein Begrüßungsspot im Heimatmuseum in Thal gedreht.

Es brauchte einige so genannte „Takes“, also Filmaufnahmen, bis alles im Kasten war. Kameramann Kaleb Oehring und Vize-Marketingleiterin Olga Sedov, die das Mikro hielt, von Niederbayern TV Landshut waren für den Dreh verantwortlich.

Zuvor schon hatten Landrat und Schirmherr Martin Bayerstorfer sowie Kirchbergs Bürgermeister und VG-Vorsitzender Dieter Neumaier als Interviewpartner ein paar Worte loswerden dürfen.

Weil keine offizielle Eröffnung mit den beiden dieses Jahr möglich ist, hatten sich die Verantwortlichen entschieden, die Grußworte als Eröffnungsvideo zu filmen. „Dies alles und noch viel mehr ist vom 21. bis 24. April auf der Homepage www.gewerbe-holzland.de zu sehen“, sagte Schriftführerin Margit Niedermaier beim anschließenden Pressegespräch im Stadl.

Die Idee zur virtuellen Gewerbeschau sei aus der Not heraus entstanden. Denn turnusmäßig hätte heuer wieder eine Verkaufsausstellung in Thal stattfinden sollen. Bei einem Biergartengespräch im August habe man sich wegen der hohen Corona-Auflagen aber dagegen entschieden, berichtete Spangenberg. Irgendetwas wollte man aber machen, um ein Lebenszeichen vom Gewerbeverein zu senden. Schließlich habe Marketingfachfrau Birgit John eine virtuelle Messe vorgeschlagen. Nach anfänglicher Skepsis und eingehender Diskussion erhielt diese Idee viel Zuspruch. „Wir wollen Vorreiter sein für ein Konzept, das von den umliegenden Gewerbevereinen noch keiner gemacht hat“, meinte Niedermaier.

Nach kurzer Planungsphase war man sich einig. Alle 59 Mitglieder wurden eingeladen sowie umliegende Gewerbevereine angeschrieben, ob sie mit ihren Betrieben mitmachen wollen. Schließlich meldeten sich 31 Interessenten, darunter auch die VG Steinkirchen, Niederbayern TV und die Oldtimerfreunde. Für jeden „ausstellenden Betrieb“ wurde eine Unterseite programmiert, auf der er sich als Unternehmen, als Ausbildungsbetrieb und mit Messeangebot präsentieren kann. Zudem konnte jeder einen Imagefilm produzieren lassen. Ein Drittel der Teilnehmer machte von diesem „sensationell günstigen“ Angebot Gebrauch, verriet John. Sie investierte für den Online-Auftritt seit 15. Januar über 100 Stunden, um alles möglichst selbsterklärend zu gestalten. Wer kein Video wollte, der stellt sich mit einem Titelbild mit Messeangebot, wenn es eines gibt, sowie vier Bildern seiner Arbeit vor. Natürlich könne jedes Unternehmen den Auftritt mit der eigenen Homepage verlinken und dort auch seinen Imagefilm nutzen.

Um eine „extrem einfach gestaltete Führung durch die Seiten“ zu ermöglich, teilte John die ausstellenden Betriebe in vier Kategorien ein. Die Reihenfolge ergab sich aus der Zahl der Teilnehmer des jeweiligen Bereichs: Handwerker (15), Dienstleistung (9), Handel (4) und ein Ausbildungsportal. Zudem gibt es einige PDFs als Download, etwa der eigenen Imagebroschüre oder des Messeflyers. Auf der rechten Seite steht immer die Kontaktmöglichkeit mit dem Betrieb via E-Mail beziehungsweise Telefon, oder man kann einen Zoomtermin vereinbaren. Auch über einen QR-Code oder über das Smartphone ist ein niederschwelliger Zugang problemlos möglich.

Um eine möglichst große Zielgruppe zu erreichen, wurde das Marketing breiter gestreut. Es werde Werbung über Banner, soziale Medien wie Facebook und Instagram sowie die Webseite gemacht, aber auch über Printmedien, sprich den Holzlandreport, der am 20. April erscheint, sowie Tageszeitungen, Anzeigen- und Gemeindeblätter, kündigten die Verantwortlichen an. Auch ein Gewinnspiel gibt es. „Wir wollten, dass jeder Besucher möglichst alle Seiten anklickt“, verriet Spangenberg. Deshalb habe man auf verschiedenen Seiten eine rote Kaffeetasse versteckt, die es zu finden gelte. Auf die Gewinner warten tolle Sachpreise und ein Reisegutschein.

Auch Bilder der vorangegangenen Gewerbeschauen werden bei der „digiThal“ zu sehen sein. In Thal habe man gedreht, um für die Besucher einen „emotionalen Anker“, einen Wiedererkennungseffekt zu erzielen. Nun hoffen die Verantwortlichen auf möglichst viele Besucher und ein tolles Feedback. Und dass es bald wieder „eine Real-Life-Ausstellung mit virtuellen Elementen“ geben wird, meinte Niedermayer.

Birgit Lang

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