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Hans Schreiner erwartet Diskussionen über den Adlerhorst. 

Das Jahr 2017 in Bockhorn

„Ein sehr begehrter Ort für junge Familien“

Bockhorn – Ein neues Wohngebiet in Neuunterstrogn, weitere Bauplätze in Bockhorn Südwest sowie neue Angebote im Alten Rathaus – Bockhorn ist auf Wachstumskurs.

Viele kleinere Projekte hat die Gemeinde Bockhorn heuer zu stemmen. Fast alle diese Themen haben mit mehr Bauland und Komfort für die Bürger zu tun. Weit vorne auf der Prioritätenliste von Bürgermeister Hans Schreiner stehen die weitere Verwendung des Alten Rathauses in Bockhorn sowie des ehemaligen Adlerhorstes in Grünbach.

Im Alten Rathaus könnten Obdachlose, die Bücherei sowie ein Gemeinschaftsraum Platz finden. Das Gelände, auf dem der Adlerhorst bald die Abrissbirne erwartet, würde sich für einen Kindergarten eignen. „Über beide Projekte“, so Schreiner, „werden wir aber vermutlich noch viel diskutieren“.

Sicher auch nicht ohne Bürgereinwände wird die Erweiterung von Bau- und Recyclinghof samt dem bisherigen Feuerwehrhaus vonstatten gehen. Einerseits benötigt die Gemeinde mehr Platz für die Beseitigung unvermeidlichen Zivilisations-Mülls. Andererseits bekommt Bockhorns Feuerwehr bald ein Dekontaminationsfahrzeug, das einzige im Landkreis. „Weil unser Standort zentral liegt, soll dieser Spezial-Lkw hier für Katastropheneinsätze beherbergt werden.“

Ideal für mehr Bauland präsentiert sich ein neues Areal bei Neuunterstrogn. Dort wird ein bestehendes Baugebiet erweitert, der Bebauungsplan sieht einmal rund 25 Parzellen vor. Und auch im Südwesten von Bockhorn gibt es noch Platz für Bauwerber. „Bockhorn ist mittlerweile ein sehr begehrter Ort für junge Familien im Einzugsgebiet von Erding“, freut sich der Bürgermeister.

Damit die Bürger auch problemlos zu ihren Wohnungen gelangen können, wird 2017 noch die rund ein Kilometer lange Straße südöstlich von Riedersheim saniert. Im Westen von Bockhorn entsteht zudem ein Geh- und Radweg, der später in einen befestigten Feldweg mündet. Schließlich stehen noch Brückensanierungen an, die im Haushalt mit immerhin rund 350 000 Euro zu Buche schlagen.

Noch keine Kostenschätzung kann Schreiner zur Kläranlage in Grünbach und zum Bockhorner Kanalnetz abgeben. „Die Betriebserlaubnis für die Anlage läuft noch bis Ende des Jahres. Demnächst wird das Wasserwirtschaftsamt unsere Einrichtung überprüfen und begutachten. Im nicht so guten Fall für uns kann das Ergebnis heißen, dass wir dann Baumaßnahmen haben“.

Ebenfalls noch keine Antwort kann der Gemeindechef seinen Bürgern auf die Frage geben, ob Bockhorn Zuschüsse aus dem neuen Breitbandprogramm des Bundes bekommt. „Wir haben zwar einen Antrag gestellt, sind aber aufgrund unserer Flächengemeinde nur vorsichtig optimistisch.“

Viele Ideen für den Fliegerhorst

Schließlich steht auf Schreiners gedanklicher Projektliste noch die Auflösung des Fliegerhorst-Geländes. „Derzeit weiß niemand genau, wann der Bund dieses Areal freigibt. Interessenten dafür gibt es neben Erding noch weitere. Deshalb wird es für uns wichtig sein, exakt jene Sekunde zu erwischen, in der dieser Kuchen verteilt wird. Eine Planung über die spätere Verwendung haben wir bereits in Auftrag gegeben. Ideen gibt es einige.“

Friedbert Holz 

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