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Eine große Mannschaft bilden die vier Jugendfeuerwehren der Gemeinde aus Bockhorn, Grünbach, Kirchasch und Eschlbach. 

Jahresbericht für alle Haushalte

Vier Feuerwehren, ein Team: Jugendliche der Gemeinde Bockhorn tun sich zusammen

Lange haben sie getrennt voneinander geübt, wurden separat ausgebildet, haben eigene Anschaffungen gemacht. Jetzt haben die jungen Mitglieder von vier Feuerwehren beschlossen sich zusammen zu tun.

Bockhorn–  Doch jetzt tun sich die 35 Jugendlichen in den Feuerwehren Bockhorn, Grünbach, Kirchasch und Eschlbach zusammen, werben auf ihrer neuen Homepage im Internet mit dem griffigen Slogan „Wir sind Jugendfeuerwehr“.

„Vor drei Jahren habe ich in Bockhorn die Jugendfeuerwehr gegründet“, erinnert sich Jugendwart Björn Landau. „Damals haben wir noch autark für uns geübt und gearbeitet, oft an ganz anderen Tagen als die übrigen drei Jugendwehren. Grundsätzlich haben wir damals gar nichts gemeinsam unternommen.“ Im Oktober vergangenen Jahres aber sollte es per Zufall die erste Möglichkeit geben, mit anderen jungen Feuerwehrleuten zusammenzukommen: „Die Wehr in Kirchasch mit ihrem Leiter Michael Holub fragte uns, ob wir nicht ein paar der freien Plätze nutzen wollten, um das ADAC-Luftrettungszentrum in Harlaching bei München zu besuchen. Natürlich sagten wir zu, und seitdem besteht zu den Kollegen in Kirchasch ein enger Kontakt“, erzählt Landau.

Weitere Verbindungen zu den Jugendfeuerwehren in den übrigen Gemeindeteilen folgten, und so entstand rasch nicht nur ein gemeinsames Logo für den Feuerwehr-Nachwuchs in Bockhorn. Auch die Idee, Ausbildungskonzepte, Neuanschaffungen, ja selbst Ausflüge als Gesamtgruppe zu planen und zu gestalten, wuchs schnell zu konkreten Aktionen heran. „Wichtig ist uns vor allem aber die Mitgliederwerbung“, betont Landau. Der 42-Jährige aus Bockhorn, der in einer Firma als Produktmanager arbeitet, weiß, dass Kommunikation wichtig ist. Er animierte die jungen Leute, eine eigene Homepage (www.jf-bockhorn.de) zu schaffen, um an neue Mitglieder zu kommen.

Ein gemeinsamer Bericht

Auch klassische Öffentlichkeitsarbeit liegt ihm am Herzen, und so haben er und einige Mitstreiter einen gemeinsamen Jahresbericht für 2019 erstellt. Dieser Bericht, zwölf Seiten stark, broschiert und in Farbe, wird in einer Auflage von 2000 Exemplaren gedruckt und am kommenden Wochenende zusammen mit dem Mitteilungsblatt an alle Haushalte verteilt. „Die Druckkosten wurden zum Großteil von der Raiffeisenbank übernommen“, freut sich Landau.

Nachdem es der engagierten Truppe sogar gelungen ist, mit Unterstützung der verschiedenen Vorstände und Kommandanten einen einheitlichen Mitgliedsantrag für Jugendliche zu entwerfen, hofft sie, dass sich nun auch einige weitere junge Frauen und Männer in der Gemeinde für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr begeistern. „Schließlich“, so Landau, „haben wir nicht nur in so schwierigen Zeiten wie diesen eine wichtige Aufgabe zu erfüllen“.

Friedbert Holz

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