+
Kommandantenwahl: Kreisbrandmeister Franz Ganslmaier (r.) und (v. l.) Bürgermeister Hans Schreiner gratulierten Walter John sowie Reiner Stein und dankten dem scheidenden Vize Oswald Thalmeier.

Feuerwehr Grünbach 

Kampf um ein neues Gerätehaus

  • schließen

Grünbach – Die Feuerwehr Grünbach hat Vertrauen in ihren Kommandanten.

In einer Dienstversammlung mit 35 Wahlberechtigten wählten die Aktiven Walter John wieder an die Spitze der 45-köpfigen Truppe. Der 56-jährige Metallbaumeister hat den Posten bereits seit 2010 inne. Neuer Vize-Kommandant ist Reiner Stein (eine Gegenstimme). Er folgt auf Oswald Thalmeier, der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl angetreten war.

„In meiner Amtszeit hat unsere Feuerwehr 475 Einsätze gefahren, im Schnitt 80 pro Jahr. Das ist um ein Vielfaches mehr als alle übrigen Ortsfeuerwehren zusammen“, lobte John seine Kameraden. Er sei stolz auf die große Einsatzbereitschaft, den Zusammenhalt und darauf, „dass ihr trotz der Raumnot alles so geordnet haltet“.

Damit war er beim Hauptthema seines Grußworts: dem dringend benötigten neuen Gerätehaus. Bereits 2013 habe die Kreisbrandinspektion das Grünbacher Haus für völlig unzureichend befunden. Wegen der Raumnot hat die Wehr Material ausgelagert: zu Mitgliedern und zur Feuerwehr Kirchasch.

„Wir brauchen also dringend ein neues Feuerwehrhaus und ein Mehrzweckfahrzeug, um zusätzliches Gerät und Personal an die Einsatzstelle zu bekommen“, erklärte John. Er bemühe sich seit 2013 um einen geeigneten Standort und habe mit Grundstückseigentümern gesprochen. Für den Adlerhorst habe er verschiedene Planentwürfe zeichnen lassen, berichtete der Kommandant. „Diese wurden aber allesamt vom Gemeinderat abgelehnt, da die Mehrheit der Meinung war, die Zufahrt sei, entgegen einem Gutachen der Regierung, nicht ausreichend“, erklärte der Kommandant, der selbst Ratsmitglied ist

Die Gemeinde habe ein Grundstück innerorts an der B 388 erworben. Da habe er „mal vorsichtig bei unserem Bürgermeister angedeutet, dass dies ein guter Platz für einen Neubau wäre“, sagte John. Ebenso habe er sich beim Straßenbauamt wegen der Aus- und Zufahrt informiert. Die Behörde habe zugesichert, dass es keine Probleme geben werde.

„Nun sind die Gemeinde und unser Bürgermeister gefordert, das Grundstück zu überplanen. Wir Feuerwehrler würden ihn dabei gerne unterstützen“, sagte der Kommandant. Zum Beispiel in Aufkirchen und Notzing habe die Planung und die Bauzeit jeweils ein Jahr gedauert. „Das heißt, wir könnten in zwei Jahren ein neues Haus beziehen“, erklärte der Kommandant hoffnungsvoll.  

ta

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Asyl: Arbeitgeber klagen über „Amtswillkür“
Einige Firmen würden gerne Asylbewerber einstellen. Doch diesen fehlt häufig die Arbeitserlaubnis. Sogar mitten in der Ausbildung wird die Erlaubnis entzogen.
Asyl: Arbeitgeber klagen über „Amtswillkür“
Falsche Polizisten betrügen Seniorin und erbeuten Bargeld
In Erding sind falsche Polizisten unterwegs. Es gibt ein erstes Opfer. Die „echte“ Polizei rät zu größter Vorsicht.
Falsche Polizisten betrügen Seniorin und erbeuten Bargeld
Streit in Asylunterkunft
Drei Polizeiautos sind am Montagmittag zur Flüchtlingsunterkunft nach Schwindkirchen gerast. Ursächlich war ein mysteriöser Notruf. Darum ging es: 
Streit in Asylunterkunft
Stier verletzt Landwirt schwer
Mit zahlreichen Knochenbrüchen ging es für einen Langenpreisinger Landwirt vom Stall direkt in den Schockraum einer Münchner Klinik. Das war der Grund:
Stier verletzt Landwirt schwer

Kommentare