Erklärte die Pläne des Umbaus: Guido Schuster mit Anliegern und Bürgermeister Lorenz Angermaier (2. v. r.).
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Erklärte die Pläne des Umbaus: Guido Schuster mit Anliegern und Bürgermeister Lorenz Angermaier (2. v. r.).

Anwohner informieren sich bei Ortstermin – Baubeginn im Sommer

Arbeiten an Kirchascher Dorfstraße: „Keine Flaniermeile, aber vorzeigbarer Belag“

Noch in diesem Jahr soll die Kirchascher Dorfstraße umfänglich saniert werden. Damit sich alle Anwohner über die geplanten Bauarbeiten informieren und ihre Fragen vorbringen konnten, hatte Bürgermeister Lorenz Angermaier (Freie Wähler/Bürgerliste Kirchasch) am Freitag zu einem Anliegergespräch eingeladen.

VON FRIEDBERT HOLZ

Kirchasch - Zusammen mit Planer Guido Schuster vom Büro Schuster und Preiss aus Vilsbiburg, der Pläne zu den drei Bauabschnitten mitgebracht hatte, diskutierten gut 20 Interessierte zuerst auf dem Parkplatz des Gasthauses Bauer das rund 600 000 Euro teure Vorhaben. Danach begutachtete die Gruppe bei einer Begehung der Straße alle wichtigen Details.

„Nachdem wir vor kurzem Kreuz- und Feldstraße erneuert haben, steht als nächstes die Dorfstraße zur Erneuerung an. Hier gibt’s viel zu tun“, erklärte Angermaier der Bürger-Gruppe, die sich um ihn und den Planer geschart hatte. Zwar wurde das Projekt im Gemeinderat noch nicht besprochen, doch sollen die Anlieger zunächst ihr Mitspracherecht geltend machen können.

Im Grundsatz, so Planer Schuster, solle der Straßenverlauf bleiben, mit geringfügig mehr Breite an manchen Stellen. Auch die Gehwege auf beiden Seiten bleiben erhalten. „Wir brauchen zwar keine Flaniermeile, aber ein vorzeigbarer neuer Belag der zwischen 1,30 und 1,40 Meter breiten Fußgängerpfade schwebt uns schon vor“, so der Rathauschef.

Nach einiger Diskussion über Vor- und Nachteile verschiedener Beläge entschied sich die Mehrheit der Anwesenden für eine Pflasterung. Die Entscheidung fiel nicht schwer, hatte Angermaier doch „eine sehr gute Nachricht“ mitgebracht: „Auf die Anlieger kommen hier keine Kosten zu. Dieses Finanzpolster haben wir uns als Gemeinde erarbeitet.“

Und so schritt die Versammlung, hochmotiviert, auch den weiteren Straßenverlauf ab. Der Planer erklärte dabei, dass auf der rechten Fahrbahnseite, in Richtung Erding, künftig ein so genanntes Rasenfugen-Pflaster dort eingesetzt werden soll, wo jetzt schon einige Autos seitlich parken. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird der Gehweg ein Stück ortsauswärts verlängert. Weil einige Autofahrer auf dem geraden Teil der Dorfstraße häufig zu schnell unterwegs sind, plant die Gemeinde an dieser Stelle eine kleine Insel (zweimal fünf Meter groß) mit einem schmal gewachsenen Baum. Sie soll die Fahrbahnen nicht nur optisch trennen, sondern auch das zu forsche Fahrtempo einiger Raser etwas drosseln helfen.

Nicht alle Anlieger sind von dieser Maßnahme überzeugt, einige wünschen sich dort ein Tempo-30-Limit, andere sprechen sich für versetzt angeordnete Schikanen aus. Dies, so gab Planer Schuster zu bedenken, bewirke dann aber Probleme mit großen Landwirtschaftsfahrzeugen sowie mehr Lärm.

Nur geringfügig soll die Ein- und Ausfahrt zur Staatsstraße modifiziert werden. Hier wird es, entgegen einer früheren Überlegung, keine Fahrbahntrennung geben, um auch größeren Mobilen das Abbiegen nicht zu erschweren. „Schließlich sollten Sie froh darüber sein, eine Abbiegespur als Ortseinfahrt zu haben“, betonte der Planer. „Andere Gemeinden würden sich so etwas wünschen, denn es gibt keine wirksamere Verkehrsberuhigung als ein solch scharfes Doppel-S wie hier.“

Angesprochen auf den Bauverlauf meinten Bürgermeister und Planer, dass die Ausschreibungen für Mai geplant sind, der Beginn des Baus soll im Sommer sein und wird etwa drei Monate dauern – „Asphaltierung und Feinschicht müssen noch vor dem Winter aufgetragen sein“, so Schuster.

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