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Rund 20 Katzen warten in Kirchasch auf ein neues Zuhause. Das Team des Tierschutzvereins ist rund um die Uhr beschäftigt, die Schützlinge zu versorgen.

Große Herausforderung für die Ehrenamtlichen des Tierschutzvereins

Katzenflut im Tierheim

Das Katzenelend ist und bleibt ein großes Problem, mit dem der Tierschutzverein des Landkreises Erding beschäftigt ist und das den ehrenamtlich Engagierten viel Einsatzbereitschaft abverlangt.

Kirchasch – „Das ist ein Fass ohne Boden“, klagt Vorsitzende Alexandra Wendelken im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit es den Tierschutzverein gebe, kastriere man Katzen, um ihre unkontrollierte Vermehrung in den Griff zu bekommen.

Viele Landwirte seien kooperativ und verantwortungsvoll, doch es gebe immer noch die Kehrseite der Medaille, berichtet Schatzmeisterin Marlene Meier. Dabei biete der Verein seine Unterstützung bei der Kastration von Katzen an.

Dieses Jahr habe sich jemand hilfesuchend an den Tierschutzverein gewandt, dessen Haus von zahlreichen Katzen bevölkert war (wir berichteten). Der Besitzer sei überfordert gewesen, die Situation mit der ständig wachsenden Katzenpopulation sei aus dem Ruder gelaufen. Alleine 31 Katzen aus diesem Haus habe der Tierschutzverein aufgenommen, 14 hätten in München eine vorübergehende Bleibe gefunden.

Rund 20 Katzen warten noch im Tierheim in Kirchasch auf ein neues Zuhause. „Sie sind schwer vermittelbar, weil sie so scheu sind“, sagt Wendelken. Es sei ein langer und zeitaufwendiger Weg, verwahrloste, verwilderte Katzen aufzupäppeln und sie mit liebevoller Geduld an Menschen zu gewöhnen. Das Team sucht deshalb dringend Tierfreunde ab 16 Jahren, die sich eigenverantwortlich und tatkräftig einbringen wollen, um bei der Katzenbetreuung zu helfen.

Auch für die alltäglichen Arbeiten im Tierheim – Ausmisten, Putzen und Füttern – bräuchte das Team Unterstützung. Man sei in der ehrenamtlichen Arbeit sowieso rund um die Uhr beschäftigt, erzählt Vizevorsitzende Solveig Wanninger.

Der allergrößte Wunsch wäre ein großes Katzengehege für frei lebende Tiere, die nicht mehr vermittelbar sind. Platz genug wäre da, doch für den Bau fehlt das Geld. Man sei auf Spenden angewiesen, sagt Schatzmeisterin Marlene Meier: „Jeder Monat ist ein Kampf, dass wir finanziell über die Runden kommen.“

Weitere Informationen

auf www.tierschutzverein-erding. de. Dort gibt es auch Beitrittsformulare.

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