Kulinarisches Traumpaar: Lukas Weber mit seiner Großmutter Erna.
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Kulinarisches Traumpaar: Lukas Weber mit seiner Großmutter Erna.

Lukas Weber will die TV-Starköche mit Bayerischer Ente verzaubern

Bockhorner Koch tritt bei Sat.1-Show "The Taste" auf

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Der Küchenchef des Bockhorner Gasthauses Weber wird zum TV-Star: Lukas Weber tritt ab Mittwoch in der TV-Show „The Taste" von Sat.1 auf.

Bockhorn – Gut kochen ist an sich schon eine Kunst. Das dann auch noch unter enormem Zeitdruck und den Augen eines Millionenpublikums zu tun, noch viel mehr. Und überhaupt muss man es erst mal unter 2000 Bewerbern unter die besten 29 schaffen, die letztlich vor TV-Kameras auftreten dürfen. Lukas Weber vom gleichnamigen Gasthaus in Bockhorn ist das gelungen. Er ist am Mittwoch, 2. September, zur Primetime um 20.15 Uhr auf Sat.1 zu sehen. Dann beginnt die neue Staffel der Kochshow „The Taste“.

In den ersten beiden Folgen geht es für die Kandidaten darum, sich für die Top 16 zu qualifizieren und es damit in eines der Teams der vier Starköche Alexander Herrmann, Frank Rosin, Tim Raue und Alexander Kumptner zu schaffen. „Ich war brutal aufgeregt und hatte ja auch bloß 60 Minuten Zeit“, erzählt der 24-Jährige. Mehr darf er über die bereits aufgezeichnete Show nicht verraten.

Früher, als er noch seine Lehre zum Koch absolvierte, habe er die für ihn „echt spannende Show“ oft geschaut und sich vor ein paar Jahren auch mal dafür beworben, erzählt Weber unserer Zeitung. Zunächst ohne Erfolg. Doch einige Zeit später fand er nun unerwarteterweise im E-Mail-Postfach eine Nachricht von Redseven Entertainment aus Unterföhring: Er solle sich doch noch mal bewerben. So hat er’s dann auch gemacht. Nur diesmal eben mit Erfolg.

Gelernt hat der junge Koch im Betriebscasino von Swisslife in München. In der Landeshauptstadt ging es für ihn danach weiter ins Dallmayr-Delikatessenhaus, gefolgt von einer Wintersaison in einem Hotel in Obergurgl (Österreich). Danach kochte Weber beim Huberwirt in Pleiskirchen, der sogar einen Michelin-Stern vorzuweisen hat, bevor er in der elterlichen Wirtschaft daheim in Bockhorn anpackte. Mit seiner Großmutter Erna (78) bildet er dort nun das Tandem in der Küche. „Meine Oma ist die Schnitzelkönigin von Bockhorn“, schwärmt der Enkel, der übrigens der jüngste Küchenchef der neuen „The Taste“-Staffel ist.

Bei der Show geht es darum, den perfekten Genuss-Löffel zu kreieren. Weber wird darauf in der ersten Folge eine bayerische Ente anrichten, mit Blaukraut, Sellerie-Püree, Apfel-Gel und Kartoffel-Chip. „Meine Spezialitäten sind die bayerischen Gerichte. Die koche ich am liebsten“, sagt Weber, der aber freilich seine ganz eigene Note einbringt: „Ich interpretiere die Klassiker ein bisschen neu. Es ist genau mein Stil, dass ich das Alte mit etwas Neuem kombiniere.“ Die Ente sei eines seiner Lieblingsgerichte. Um auch die Zungen der Star-Coaches bei der blinden Verkostung zu überzeugen, probiert er es mit seiner „ein bisschen moderneren Art“.

Webers Freunde werden übrigens staunen, wenn sie diesen Artikel lesen oder am Mittwoch bei Sat.1 einschalten. Denn erzählt hat er ihnen von seinem TV-Abenteuer rein gar nichts. Nur seine Eltern Inge und Sepp sowie natürlich Oma Erna wissen bescheid.

In das Team welchen Starkochs würde er es denn gerne schaffen? „Ich denke, dass es zwischen Frank Rosin und mir gut passen würde, weil wir das gleiche Verständnis von Kulinarik haben“, sagt Weber, der – wenn nicht gerade Corona dazwischen funkt – gerne in Erdinger Kneipen unterwegs ist. Abgesehen davon, erzählt er, bleibt neben Kochen nicht viel Zeit für weitere Hobbys.

Dem Sieger von „The Taste“, der dann in der finalen neunten Folge ermittelt wird, winken 50 000 Euro und ein eigenes Kochbuch. „Ich würde das Geld auf alle Fälle zuhause in unser Wirtshaus stecken. Wir haben bereits einige Ideen, und die Summe wäre eine gute Hilfe. Wir planen in den nächsten Jahren einen neuen Anbau für 100 Leute und möchten außerdem eine Küche einbauen“, erzählt Weber über seine Pläne.

Doch bis es so weit ist, muss er es erst mal in eines der vier Teams schaffen. Zwei Urteile aus der Blindverkostung der Ente dürfen schon mal verraten werden: „Ich finde es richtig schön leicht. Das ist beschwingt“, sagt Tim Raue. Und Alexander Herrmann findet: „Das war der Spagat aus einem klassischen Moment in die Moderne hineingehoben.“ Das klingt schon mal gschmackig und vielversprechend. Ob es für Weber reicht, zeigt sich am Mittwoch im Fernsehen. Die Daumen drücken werden auf jeden Fall seine Spezl von den Mauggener Schützen und dem Theaterverein Bockhorn.

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