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Nach Wiederwahl: Bockhorns Feuerwehrkommandant kündigt Rückzug an

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Geehrte und Vorstand vor dem Biergarten (v. l.): Bürgermeister Lorenz Angermaier mit Vereinsvorsitzendem Franz Herbst (40 Jahre Mitglied), Gerhard Lemmermeier (40), Andreas Huber (30), Thomas Grabrucker (10), Gottfried Prostmeier (30 Jahre), Vizekommandant Marcell Garcia, Kommandant Thomas Lampl (30 Jahre) und Kreisbrandmeister Thomas Metz.
Geehrte und Vorstand vor dem Biergarten (v. l.): Bürgermeister Lorenz Angermaier mit Vereinsvorsitzendem Franz Herbst (40 Jahre Mitglied), Gerhard Lemmermeier (40), Andreas Huber (30), Thomas Grabrucker (10), Gottfried Prostmeier (30 Jahre), Vizekommandant Marcell Garcia, Kommandant Thomas Lampl (30 Jahre) und Kreisbrandmeister Thomas Metz. © Vroni Vogel

Ein Führungswechsel auf der Kommandobrücke zeichnet sich allmählich bei der Bockhorner Feuerwehr ab. Kommandant Thomas Lampl und sein Stellvertreter Marcell Garcia wurden in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Weber zwar in ihren Ämtern bestätigt – allerdings mit einer Einschränkung: Lampl will die Wehr nicht mehr turnusgemäß sechs Jahre, sondern nur noch eineinhalb Jahre führen, um für jemand anderen Platz zu machen. Während dieser Zeit sei „ein Nachfolger aus eurer Mitte“ zu suchen, schlug Lampl vor. Auch der Vereinsvorsitzende will bald aufhören.

Bockhorn - Lampl blickte zurück: Mit viel Eigenleistung habe man den An- und Umbau des Feuerwehrhauses zum Abschluss gebracht. Der Kommandant dankte auch der Gemeinde für die Unterstützung. Zum Fuhrpark gehören das Mannschaftsfahrzeug, ein Dekontaminationsfahrzeug, das bei Verunreinigungen dem ganzen Landkreis zur Verfügung steht, sowie ein neues Löschfahrzeug HLF 20. Diese Beschaffung sei umfangreich vorbereitet worden. In den Jahren 2019/20 brachte es die Feuerwehr auf 44 Einsätze, darunter Wind- und Schneebruch mit Bäumen auf der Straße, Verkehrsunfälle und Brände. 2019 sei „der größte Posten“ die Hilfeleistung bei der Schneekatastrophe in Berchtesgaden mit rund 194 Stunden gewesen. Die Wehr sei später auch zu einer Dankesfeier eingeladen worden.

2019 gab es Schulungen, elf Übungen und zwölf monatliche Funkübungen sowie zwölf Übungen im neuen Fahrzeug. Aufgrund der Pandemie hätten 2020 keine Schulungen im Landkreis stattgefunden, so Lampl. Immerhin konnte man 17 Übungen in Gruppenstärke abhalten. „Der Lerneffekt ist hier sehr groß“, meinte er. Aber das Gesellige komme wegen Corona viel zu kurz.

Wie der Kommandant weiter bekanntgab, sind es heuer drei Aktive, die sich zum Gruppenführer ausbilden lassen. Lampl selbst hat während seiner sechsjährigen Amtszeit rund 2500 ehrenamtliche Stunden eingebracht. Sein großer Dank galt allen engagierten Feuerwehrleuten, dem Jugendleiterduo Björn Landau und Bettina Angermaier sowie der Jugendfeuerwehr, die sich 2017 gegründet hat. Die Jugendlichen seien „fleißig und motiviert“ und hätten „gewaltig viel gelernt“. Die Feuerwehr Bockhorn hat aktuell 63 aktive Mitglieder, darunter zehn Jugendliche.

Der Rechenschaftsbericht des Jugendwarts zeugte von der vielseitigen Nachwuchsarbeit mit Übungen, Leistungsprüfungen, lehrreichen und geselligen Veranstaltungen. Mit dem neuen Jahresbericht sei es gelungen, die Arbeit aller vier Jugendfeuerwehren in der Gemeinde darzustellen, die sich als „Gemeinschaft präsentiert haben“. Dieses Projekt habe „viel Zeit gekostet“, so Landau. Der Jugendwart verwies zudem auf die Homepage der Jugendfeuerwehr.

Vorsitzender Franz Herbst informierte, dass der Verein derzeit 191 Mitglieder hat – „eine schöne Zahl, die sich sehen lassen kann“. Herbst kündigte an, kommendes Jahr sein Amt abgeben zu wollen, dann habe er 32 Jahre im Vorstand mitgearbeitet. Es gelte also auch für den Verein, sich Gedanken zur Nachfolge zu machen.

Bürgermeister Lorenz Angermaier ging auf die vielen Hilfeleistungen der Feuerwehr ein und spannte den Bogen vom Feuer zum Wasser: „Immer, wenn’s nass nei geht, ist die Feuerwehr da.“ Der neue Kreisbrandmeister Thomas Metz stellte sich vor und meinte, dass ihm die Ausführungen zur Jugendfeuerwehr und der Zusammenhalt „sehr gut gefallen“.

Auch Ehrungen durften auf der Tagesordnung nicht fehlen, bei denen Vorsitzender Herbst selbst für seine 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Willi Lämbgen sen. darf sich nun Ehrenmitglied nennen.

Die weiteren Geehrten:

Gerhard Lemmermeier (40 Jahre), Thomas Floßmann, Kommandant Thomas Lampl, Gottfried Prostmeier und Andreas Huber (alle 30 Jahre), Markus Baumgartner und Bettina Angermaier (beide 20 Jahre), Christian Eiser, Thomas Grabrucker und Kevin Schreiber (alle 10 Jahre).

Vroni Vogel

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