Erweiterung des Gewerbegebiets Unterstrogn 

Kritik aus Erding: „Verhinderungsplanung der Nordumfahrung“

Soll das Gewerbegebiet Unterstrogn die Nordumfahrung behindern? Das glaubt zumindest die Stadt Erding.

Bockhorn Komplettes Unverständnis, ja heftigen Unmut rief bei den Bockhorner Gemeinderäten eine Stellungnahme der Stadt Erding zur Erweiterung des Gewerbegebiets Unterstrogn hervor.

Erdings Verwaltung behauptet darin, dass „der Gemeinde Bockhorn nach landes- und regionalplanerischen Festlegungen keine zentralörtliche Funktion zugewiesen“ sei. Eine Erweiterung von Gewerbeflächen dort sei „mit Blick auf die damit verbundene Verkehrszunahme und zunehmende Flächenversiegelung (…) kritisch zu beurteilen“.

Bürgermeister Hans Schreiner verteidigte jedoch das Anliegen seiner Gemeinde: „Wir haben bereits Anfragen für dieses Gebiet, es handelt sich auch um kein großflächiges Areal. Vielmehr schaffen wir hier die Möglichkeit, dass Arbeitnehmer am Wohnort eine Stelle finden können und wirken damit sogar zunehmendem Verkehr entgegen.“

Als völlig abstrus wies der Gemeindechef die Erdinger Behauptung von sich, dass Bockhorn mit der Ausweisung dieses Gewerbegebiets gar „eine Verhinderungsplanung der Nordumfahrung Erding“ betreibe. Einige Gemeinderäte, darunter Bernhard Stein (CSU), wurden jetzt richtig wütend: „Die Große Kreisstadt sollte lieber vor ihrer eigenen Tür kehren. Wir geben ja auch keine Stellungnahme zur geplanten riesigen Logistikhalle im westlichen Gebiet unseres Nachbarn ab.“

In der Sitzung ging es neben dem Bebauungsplan „Erweiterung Gewerbegebiet Unterstrogn“ auch um die „Bergstraße in Grünbach“, die erneut Behörden und Öffentlichkeit vorgelegt worden waren. Der Gemeinderat nahm kleinere Korrekturen vor und beschloss einstimmig, diese Fassungen auszulegen.

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