Puh, da verzog es sogar Lukas Weber das Gesicht: Sein Sud geriet anfangs arg salzig. Doch der gelernte Koch wusste sich zu helfen. Foto: Sat.1/Jens Hartmann
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Puh, da verzog es sogar Lukas Weber das Gesicht: Sein Sud geriet anfangs arg salzig. Doch der gelernte Koch wusste sich zu helfen.

Seine Freunde tragen schon Fan-Shirts

Ein bisserl Kritik, aber Lukas Weber setzt sich bei „The Taste" auf Sat.1 wieder durch

  • Markus Schwarzkugler
    VonMarkus Schwarzkugler
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Der nächste erfolgreiche Auftritt von Lukas Weber in der Sat.1-Show „The Taste". Der Bockhorner ist bei der Kochshow weiter im Rennen.

Bockhorn – Lukas Weber darf weiterkochen – nicht nur daheim im Gasthaus Weber in Bockhorn, sondern auch bei der TV-Show „The Taste“ von Sat.1. Die nächste Hürde hat er in der Sendung am Mittwoch genommen. Bei zwei Kochrunden hätte der 24-Jährige mit seiner sympathisch-lässig-bayerischen Art theoretisch rausfliegen können, doch er geriet nie in ernsthafte Gefahr. Ein bisserl Kritik musste er aber einstecken.

Diesmal zauberten die Kandidaten das Thema Wald auf den Löffel. Gastjurorin war Viktoria Fuchs – für Weber ein gutes Vorzeichen. „Sie hat einen coolen Kochstil, den ich auch machen will“, freute er sich. Und es wurde noch besser, denn sein Teamchef, Starkoch Alexander Herrmann, zog als Zutat für das Teamkochen die Brombeere. „Die finde ich eigentlich schon am geilsten“, sagte Weber verschmitzt lächelnd.

Bestens fiel dann auch das Urteil Herrmanns zu Webers Rehcarpaccio aus, gefüllt mit Brombeermarmelade, dazu Pilz-Soja-Sud, eine Ringelbete und Ingwer-Kürbiskern-Crumble. „Das war die beste Mischung aus Handwerk, Brombeere, Frechheit und Wald“, lobte er Weber. Und Fuchs fragte: „Das ist mutig, ist das Hirsch oder Rind? Wenn’s Wild war, Freunde, dann ist es geil“, schwärmte sie. Weber war begeistert: „Ein Kompliment von einem Vorbild und einer so tollen Köchin geht runter wie Öl!“

Einmal musste Herrmann aber mit seinem ganzen Team, auch mit Weber, schimpfen. Sie hätten doch bitte die Sojasoße nicht gleich am Anfang reintun sollen. Beim Zwischenkosten verzog es Weber dann auch selbst das Gesicht. „Die Soße ist ein bissl salzig“, gab er Herrmann recht, hatte aber auch gleich die richtige Reaktion parat: „Die strecken wir jetzt einfach noch ein bissl.“

„Es fiebern alle voll mit“, sagte Weber gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Er wisse zwar, was in der –aufgezeichneten – Show passiere, aber vor dem TV „bin ich immer total aufgeregt“. Mit Familie und Freunden hat er die Sendung schon in der heimischen Wirtschaft oder im Schützenheim verfolgt. Und ein paar Spezl fieberten nun im Kroatien-Urlaub auf einer Finca mit. Es gibt sogar schon Fan-Shirts mit Webers Konterfei drauf, die seine Spezl tragen.

Für das Einzelkochen hatte die Gastjurorin drei Zutaten dabei: Roggen-Sauerteig-Brot, Bergkäse und Blutwurst. Weber kredenzte Brotknödel mit Rehrücken, dazu Sellerie-Püree, Spitzkrautsalat, Wild-Jus und Brot-Chip. Dafür bekam er aber nicht nur Lob.

Das Brot habe er zwar gut eingesetzt, fanden die Starköche. Tim Raue kritisierte aber: „Für mich war es farblos. Man hätte das Fleisch wegnehmen und ein Stück der exzellenten Blutwurst dazupacken sollen.“ Und Alexander Kumptner meinte, das Fleisch hätte Weber auch weglassen können.

Weber hoffte dennoch auf einen goldenen Stern, der ihm aber verwehrt blieb. „Die Enttäuschung war groß“, gestand Weber. „Es war gut, aber mehr auch nicht.“

Kommenden Mittwoch (20.15 Uhr/Sat. 1) geht es für die zwölf verbliebenen Köche um das Thema „mediterrane Geschmackskombinationen“. Pizza finde er zwar gut, sagt Weber. „Mediterran ist aber einfach nicht mein Ding“, gesteht er lachend. Schau’n mer mal, würde Franz Beckenbauer sagen.

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