50 Jahre SC Kirchasch

Mehr als nur ein Fußballverein

Kirchasch – Es ist angerichtet: Von heute bis kommenden Sonntag feiert der Kirchascher Sportclub sein 50. Jubiläum. Grund genug, in die Historie des Vereins zu blicken.

Bescheiden waren sie, die Anfänge der Kirchascher Freizeitkicker. Aber allmählich entwickelte sich ein Verein, der heute in der A-Klasse mitmischt und beileibe nicht nur Fußball zu bieten hat. Mitte September 1966 war es, als Initiator Franz Weber im Gasthaus der Brauerei Angermaier die Fußballbegeisterten von Kirch-asch in einem Verein organisierte. 68 von ihnen traten spontan bei, im ersten Vereinsjahr folgten weitere 21 Mitglieder.

Gründungsvorsitzender Weber erwies sich als Motor des Vereinslebens und sorgte binnen kurzer Zeit für den ersten Fußballplatz. Den Grund inmitten der Ortschaft spendeten Georg Angermaier und Martin Rauch kostenlos, und mit viel Eigenleistung sowie einigen Spenden entstand auch gleich ein Umkleidehaus. Die Einweihung mit dem damaligen Landrat Simon Weinhuber fand bereits im August 1967 statt.

Im damit verbundenen Pokalturnier erreichte der SC Kirchasch den dritten Platz und hatte im Folgejahr harte Bewährungsproben in der damaligen C-Klasse zu überstehen. Im gleichen Jahr wurde auch schon fleißig an die Zukunft gedacht: mit dem Aufbau einer A-Jugend. Die wurde in der Saison 1972/73 gar Meister. Besser noch: Nachdem fünf Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft gewechselt waren, schaffte diese sogar den Aufstieg in die B-Klasse.

Nicht nur sportlich lief es gut, auch die Mitgliederzahlen stiegen. 1975 kam deshalb der Gedanke an eine neue Sportanlage auf. Wieder erwies sich Franz Weber als Antriebsmotor, und im August 1979 konnte die Einweihung gefeiert werden. Sportlich schaffte man 1981/82 den Aufstieg in die A-Klasse. Nach einem kurzfristigen Intermezzo in der B-Klasse gelang nach dem Wiederaufstieg der Meistertitel 1984.

Der SC Kirchasch war längst nicht mehr ein reiner Fußballverein. Mit seinen Veranstaltungen trug er zum gesellschaftlichen Ortsleben bei. Beispielweise mit dem 20-jährigen Gründungsfest, zu dem unter anderen Hans Rosenthal mit seiner Dalli-Dalli-Truppe auftrat.

Nach 25 Jahren machte Franz Weber der nächsten Generation Platz. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, neuer starker Mann des Vereins war nun Reinhard Thaler. Der machte sich an die Arbeit und organisierte die Erweiterung des Sportgeländes um eine Stehtribüne und einen Kinderspielplatz. Und mit steigender Mitgliederzahl entstand zudem eine Damen-Aerobic-Abteilung sowie vor zehn Jahren eine Frauen-Fußballmannschaft.

Heute wird der Verein von Josef Weber und seinem Stellvertreter Franz Fröschl geführt. Sportlich musste die erste Mannschaft ausgerechnet zum Jubiläumsjahr den Kreisklassen-Abstieg hinnehmen, doch die Frauen belegten immerhin einen sicheren achten Platz in der Kreisliga.

Der Nachwuchs ist gesichert. Die Zusammenarbeit der C- und D-Jugend in der JFG Sonnenfeld mit dem SV Walpertskirchen und dem FC Grünbach läuft hervorragend. Die E-Junioren gewannen zuletzt sogar das Sommerpokalturnier in Schwaig.

Abseits des Spielfelds sind die Sanierung und der Umbau des Sportheims geplant. Ein erster Entwurf geriet zwar nach Ansicht des Gemeinderats zu teuer. Mittlerweile liegt jedoch eine Sparvariante vor, mit der das Projekt ge-stemmt werden könnte. Ein Grund mehr, das Jubiläum an diesem Wochenende ausgiebig zu feiern.

Das Festprogramm:

Heute, 20 Uhr: Die Band „Tetrapack“ spielt im Festzelt „rockig – bayrisch – jung – auf Zack“ auf.

Samstag, 13.30 Uhr: „Spiel ohne Grenzen“ mit ortsansässigen Vereinen; 19 Uhr: Bayerischer Abend mit deftigen Schmankerln zum Bavarian Groove Sound der „Bamhagge Buam“.

Sonntag, 8.30 Uhr: Weißwurstfrühschoppen und Empfang aller Orts- und Nachbarvereine; 10 Uhr: Festgottesdienst (je nach Witterung unter freiem Himmel am Sportplatz), danach Mittagstisch, Festansprachen der Honoratioren mit Verteilung der Ehrenpreise und Preisverleihung der Tombola; 19 Uhr: Rock trifft auf Tradition bei „Da Rocka und da Waitler“.

von Gert Seidel

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