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Auf ein besseres Mobilfunknetz in der Gemeinde Bockhorn hoffen viele Bürger.

Gemeinderat Bockhorn

Mobilfunkmast in Mauggen: Erst Gespräche, dann Entscheidung

Der Wasserzweckverband Erding-Ost hat den Weg für einen Mobilfunkmast in der Gemeinde Bockhorn geebnet. Die Kommune will aber erst zustimmen, wenn sie die Anlieger gehört hat.

BockhornDer geplante 30 Meter hohe Funkmast in Mauggen und Bauvorhaben mit einem Volumen von mehr als 820 000 Euro beschäftigten den Bockhorner Gemeinderat. Wie in der konstituierenden Sitzung des Wasserzweckverbandes Erding-Ost beschlossen, soll auf dessen Gelände in Mauggen ein Funkmast der Deutschen Funkturm GmbH, eine Telekom-Tochter, aufgestellt werden (wir berichteten).

Bürgermeister Lorenz Angermaier (Freie Wähler/Bürgerliste Kirchasch), auch Vorsitzender des Wasserzweckverbands, erklärte dazu: „Selbstverständlich erwarten wir, dass die Gemeinde mit dem Bau eines solchen Masts auch eine größtmögliche Mobilfunk-Abdeckung bekommt.“ In einer der ersten Gemeinderatssitzungen nach der Sommerpause soll ein Experte der Telekom Rede und Antwort dazu stehen. Mit den Anliegern in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände in Mauggen will Angermaier zuvor persönlich sprechen.

Um schadhafte Straßen an vier Stellen in der Gemeinde instandsetzen zu können, beschlossen die Räte einstimmig, den Auftrag zum Preis von rund 490 000 Euro an eine Firma aus Wörth an der Isar zu vergeben. Die Arbeiten betreffen die Straße nach Aurlfing, die Straße von Breitasch über Gugging nach Kirchasch und die Zufahrten nach Bernau und Windham.

Für den seit langem gewünschten Geh- und Radweg von Bockhorn nach Neuunterstrogn beginnen demnächst die Tiefbauarbeiten. Auch hier bekam die Firma aus Wörth an der Isar den Zuschlag für ihr Angebot in Höhe von rund 250 000 Euro. Ein Teil des Radwegs betrifft die Strecke vom Bauhof Bockhorn bis nach Neuunterstrogn, ein zweiter die Zufahrt ins neue Baugebiet dort. Hier wird auch eine Querungshilfe eingebaut.

Ein Zebrastreifen, wie von Bernhard Stein (CSU) angefragt, wird dagegen nicht verwirklicht. Um dafür eine Erlaubnis zu bekommen, wäre nach Auskunft der Verwaltung eine Zählung der Passanten an dieser Stelle über eine längere Periode notwendig. Dafür wird im Baugebiet ein rund 500 Meter langes Leerrohr verlegt. Kosten: 25 000 Euro. Dank dieser Maßnahme können sich Baubewerber später mit Glasfaseranschlüssen für schnelles Internet versorgen lassen.

Auch der Anschluss von Gas durch den Anbieter Energienetze Bayern wird möglich sein, genau so wie im neuen Baugebiet Bockhorn sowie in Kirchasch und Mauggen. Dazu schließt die Gemeinde mit der Firma einen neuen Konzessionsvertrag für die Dauer von 20 Jahren ab. Schließlich genehmigte der Gemeinderat für rund 58 000 Euro Tiefbauarbeiten, damit die Abwasseraußenbauwerke der Kläranlage an das Prozessleitsystem angeschlossen werden können.

Für Diskussionen sorgte der Wunsch eines Baubewerbers an der Ringstraße in Bockhorn. Er möchte an drei Seiten seines Grundstücks eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand errichten. Einige Gemeinderäte äußerten sich skeptisch darüber, ob diese „Einmauerung“ optisch so ausgeführt werden könne, dass sie nicht für Unmut in der Nachbarschaft sorge. Bei zwei Gegenstimmen wurde das Bauvorhaben aber letztlich doch genehmigt. (Friedbert Holz)

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