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Symbolbild: Nein, in Bockhorn fährt nicht die Wendelstein-Linie. Allerdings gibt es vielleicht bald mehr Busse der Linie 562. Die Gemeinde sammelt momentan Fahrplanwünsche der Bürger ein und diskutiert über eine Erweiterung am Wochenende. 

ÖPNV

Mehr Busse für Bockhorner Nachtschwärmer: Linie 562 soll auch am Wochenende spät fahren

Am Wochenende ist es abends manchmal schwer mit dem Bus nach Bockhorn zu kommen. Die Bürger wünschen sich daher, dass die Linie 562 öfters fahren soll. Der Bockhorner Gemeinderat diskutiert nun. 

Bockhorn– Wünsche zum Fahrplan des öffentlichen Personennahverkehrs 2021 diskutierte der Bockhorner Gemeinderat. So liegt ein Wunsch vor, dass die Buslinie 562 auch samstags und sonntags ab Erding/S-Bahnhof um 21.14 Uhr fahren soll. Bislang gibt es hier eine Lücke zwischen 19.14 und 22.54 Uhr.

Auch ein zweiter Wunsch betrifft die Linie 562: Einige Nutzer hätten gern eine zusätzliche Fahrt Freitag- und Samstagnacht um 1.14 Uhr ab Erding/S-Bahnhof. Denn die letzte S-Bahn aus München kommt derzeit um 1.02 Uhr in Erding an, aber der letzte Bus nach Bockhorn fährt schon um 22.54 Uhr. Damit sind Nachtschwärmer auf ein Taxi oder private Abholung angewiesen. Die Kosten für diese Fahrplan-Ausweitung werden auf rund 30 000 Euro im Jahr geschätzt. Der 30-Prozent-Anteil der vier betroffenen Gemeinden (außer Erding) liegt bei gut 9000 Euro. Damit entfielen auf Bockhorn etwa 2250 Euro.

Bürgermeister Hans Schreiner erklärte, dies sei eine durchaus sinnvolle Ausweitung des Angebots und Aufgabe des Landkreises. Also sei diese Maßnahme auch vom Kreis zu finanzieren. „Sollten die anderen betroffenen Gemeinden bei der Finanzierung aber anteilig mitmachen, würde Bockhorn seinen Anteil auch bezahlen“, räumte er ein.

Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat zu, wünschte sich aber gleichzeitig die Prüfung einer so genannten Tangential-Lösung. Denn viele in der Gemeinde, die von München kommen oder dorthin möchten, nehmen anscheinend anstatt der S-Bahn in Erding lieber die Zugverbindung ab Hörlkofen. Auch der verstärkte Einsatz von Rufbussen oder kleinerer Fahrzeuge, die auch den Teilort Maierklopfen besser bedienen könnten, soll geprüft werden.

Schließlich schlug Anton Schlehhuber jun. (CSU) vor, die letzte Fahrt des Herbstfest-Busses zeitlich nach hinten zu legen: „Dann schaffen wirklich alle nach der Schließung der Zelte die Fahrt nach Hause.“  

Friedbert Holz

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