Proteste gegen neuen Standort

Bauhof: Gemeinde überstimmt Anwohner

Bockhorn habe sich um einen „allgemein verträglichen Standort“ für den Bau- und Recyclinghof bemüht. Daher weist der Gemeinderat Proteste dagegen zurück.

Bockhorn – Trotz der Proteste einiger Anwohner hält die Gemeinde Bockhorn am Standort für die Erweiterung des Bau- und Recyclingshofs fest, der ans Neubaugebiet Magnacstraße angrenzen soll. Damit hatte sich der Gemeinderat bei der Änderung des Flächennutzungsplans zu befassen.

Mehrere Bürger, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum geplanten neuen Bauhof wohnen, hatten in teilweise seitenlangen Schreiben ihre Bedenken dargelegt. Eine Unterschriftenliste ergänzt diese Protestschreiben. Der Gemeinderat sprach sich jedoch einstimmig gegen die Vorbehalte aus.

Die Bürger kritisierten vor allem, dass durch den neuen Bauhof vermehrt Lärm- und Geruchs-Emissionen zu erwarten seien. Zudem bringe die Erweiterung des bestehenden Feuerwehrhauses zusätzliche Lärmbelästigungen mit sich. Schließlich kritisierten sie, dass der bisher dort ausgewiesene Grünstreifen offensichtlich entfalle, was letztlich den Wert ihrer Immobilien schmälere. Aber auch die Tatsache, dass keine alternativen Standorte geprüft worden seien, etwa östlich des Kindergartens oder im neuen Gewerbegebiet, sorgt für Unmut.

Alle diese Einwände bewerteten Verwaltung und Gemeinderat jedoch ganz anders. So legte Vize-Bürgermeister Lorenz Angermaier (Bürgerliste Kirchasch) großen Wert darauf, dass sich die Gemeinde „sehr bemüht habe bei der Suche nach einem allgemein verträglichen Standort“, die Darstellung der betroffenen Anwohner sei „völlig übertrieben“.

Bürgermeister Hans Schreiner (FW) ergänzte, dass Bockhorn stetig wachse und daher eine Vergrößerung des Recyclinghofes unumgänglich gewesen sei. Zudem habe die Gemeinde Sorge zu tragen für die Unterbringung des neuen Dekontaminationsfahrzeugs des Landkreises. Dieses wurde aus Gründen der zentralen Lage der Bockhorner Wehr zugeteilt.

„Schließlich“, so der Gemeindechef weiter, „wird der künftige neue Bauhof – der über 80 Meter von der Südwest-Ecke des Grundstücks der Antragsteller entfernt beginnt – durch die geplante neue Halle zusätzlich abgeschirmt“. Die Belange der Allgemeinheit gegenüber den Belangen Einzelner seien mit der vorliegenden Bauplanung „gerecht abgewogen“.

Ablehnen musste der Gemeinderat auch die Ausweisung von drei Teilflächen als Bauland, wie von drei Bauwerbern gewünscht. In allen drei Fällen, darin war sich das Ratsgremium einig, würde eine Ausnahmegenehmigung zu nicht vertretbaren Präzedenzfällen führen. Zudem sei wahrscheinlich, dass das Landratsamt als übergeordnete Behörde diese Wünsche ebenfalls nicht genehmige.

Auf Wunsch des Staatlichen Bauamts Freising wird außerdem die mögliche neue Linie für die längst geplante Umfahrung von Grünbach (B 388) mit einem beidseitigen Korridor von jeweils 200 Metern in den Flächennutzungsplan eingetragen. Schreiner: „Eigentlich geht es bei dieser Umfahrung um eine staatliche Planung. Trotzdem wollen wir als Gemeinde bereits jetzt mit vortragen, dass dieser Korridor bereits nach dem Weiler Kreuthäusl abzweigt und erst westlich der Strogn wieder in die B 388 einmündet“.

Von Friedbert Holz

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