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Schaute auf das Innungsjahr voraus: Obermeister Martin Vilgertshofer (l.) berichtete im Gasthaus Weber in Bockhorn. Dort gab es ebenfalls Neuwahlen der Schreinerinnung Erding.

Innungs-Obermeister Martin Vilgertshofer zieht in Bockhorn Bilanz

Schreinerfreude über mehr Azubis

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Bayernweit gibt es wieder mehr Auszubildende im Handwerk. Auch der Schreinerberuf  wird im Landkreis nach wie vor erlernt.

Bockhorn – Es gebe bayernweit wieder mehr Azubis im Handwerk, verkündete Kreishandwerksmeister Rudolf Waxenberger in der Mitgliederversammlung der Schreinerinnung im Gasthaus Weber in Bockhorn: „Wir haben in diesem Jahr wieder 0,4 Prozent mehr Lehrlinge im Handwerk “ – der Wert sei bescheiden, aber erstaunlich, sagte er: „Das hört sich wenig an, aber insgesamt stieg die Zahl der Auszubildenden damit auf über 39 000.“ Ein weiteres gutes Zeichen für Waxenberger: Viele Innungsmitglieder waren zur Jahreshauptversammlung gekommen. Das kommentierte er so: „Schön, dass ich bei der Versammlung der größten Innung unserer Kreishandwerkerschaft dabei bin.“

Zur Jahreshauptversammlung hatte Innungsobermeister Martin Vilgertshofer eingeladen, der zu Beginn um eine Schweigeminute für Anton Schuster bat, der im Februar mit über 90 Jahren verstorben war. Schuster war seit 1963 als Stellvertreter aktiv und von 1972 bis 1990 Obermeister der Innung.

Anschließend sprach Vilgertshofer über die Entwicklung der Innungszahlen seit Beginn seiner Amtszeit vor zehn Jahren: „Die Zahl der Betriebe schwankt zwischen 50 und 55“, sagte er. Derzeit seien dank des Neuzugangs „Atelier Seitz Messebau“ aus Niederneuching wieder 51 Betriebe dabei.

„Aber ich ahne, dass es irgendwann einmal unter 49 sein werden“, so der Obermeister. Gründe für Betriebsaufgaben seien oftmals, dass sich kein Firmennachfolger findet: „Da kämpfen andere Regionen aber noch viel mehr als wir.“

Denn der Schreinerberuf wird nach wie vor im Landkreis erlernt, das zeigt ein Blick auf die Prüflingszahlen aus der Innung: Im Berufsgrundschuljahr sind derzeit 26 Schüler, im zweiten Lehrjahr 19 und im dritten 21 Schüler, die geprüft werden.

Außerdem schaute Vilgertshofer auf das vergangene Jahr zurück und nannte den Handwerkerball in Lengdorf als Höhepunkt. Heuer wurden die Preise für die Tombola erstmals von den fünf beteiligten Innungen gestiftet. „Das ist super angekommen und wird im nächsten Jahr wieder gemacht“, sagte er. Zu den 20 Preisen von den Schreinern gehörten auch Übungsstücke von Azubis, die begehrte Gewinne waren. Vilgertshofer appellierte deshalb an seine Kollegen, sich beim Ball 2020 wieder mit solcher Handwerkskunst zu beteiligen, denn der Erlös aus der Tombola werde für die Refinanzierung des Balls benötigt.

In den kommenden Monaten stehe außerdem die Ausstellung der Gesellenstücke an: am Sonntag, 28. Juli, im Frauenkircherl in Erding. Die Präsentation findet heuer zum dritten Mal dort statt und sei eine gute Werbung für das Schreinerhandwerk.

Der Innungschef rief zudem dazu auf, sich an der Aktion „Tag des Schreiners“ am Wochenende, 9./10. November zu beteiligen. Auch Auffrischungskurse für Ersthelfer im Betrieb werden heuer wieder angeboten.

Zuletzt kritisierte Lehrlingswart Anton Kolbinger, dass der Gesellenjahrgang im vergangenen Jahr teilweise schlecht auf die Prüfungen vorbereitet gewesen sei, der Durchschnitt lag „auf jeden Fall“ unter den bayerischen Werten – dort gab es Notenschnitte von 2,64 für die Praxis und 3,14 für die Theorie. Drei Azubis seien durchgefallen und hätten mittlerweile ihren Berufswunsch aufgegeben.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Neuwahl der Kassenprüfer. Walter Wolf wird diesen Posten auch in den kommenden zwei Jahren übernehmen. Martin Wieser wurde durch Rudi Zirnbauer abgelöst.

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