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Engagiert für den CSA-Kreisverband (v. l.): Gisbert Becker, Rudolf Mandausch (20 Jahre), Christoph Kober ( Vorsitzender), Landrat Martin Bayerstorfer (10 Jahre), Claudia Ostermaier (Schatzmeisterin), Michael Stock (2. Vorsitzender), Maria Becker (20 Jahre), Walter Rauscher (Kassenprüfer), Arnold Kronseder (2. Vorsitzender), Herbert Lindmayer (Kassenprüfer) und Bezirksrat Franz Hofstetter. 

Sozialpolitische Themen auf der Tagesordnung 

Es brennt bei Pflege und Wohnraum

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Grünbach – Zu den wichtigsten Themen, mit denen sich die Arbeitnehmer-Union (CSA) innerhalb der CSU beschäftigt, gehören neben Wohnen und Arbeiten vor allem auch Pflege, Bildung und Teilhabe. In Erding und im Landkreis sind hier die Probleme allerdings miteinander verzahnt, berichtete CSA-Kreisvorsitzender Christoph Kober in der Jahreshauptversammlung.

„Für die nächsten zehn Jahre wird Erding ein Bevölkerungszuwachs von 9,5 Prozent prognostiziert“, sagte Kober. Ihm werde „richtig Angst“, wenn er an die schwierige Wohnungssituation denke. „Wir stehen da vor dem Problem, wie Wohnraum zu schaffen ist.“

Mit „hippen Ideen“ wie einem Volksbegehren gegen Flächenfraß komme man da nicht weiter. Hier sei auch die Landespolitik gefragt, wenn es um die Ausweisung von Flächen für den Wohnungsbau gehe. Auch der bestehende Wohnraum könnte besser genutzt werden: „Manche ältere Leute wollen in eine kleinere Wohnung, junge Familien in eine größere Bleibe. Doch wenn beide miteinander tauschen, könnte der Vermieter mit einem neuen Vertrag die Miete anheben, sodass einer finanziell benachteiligt würde“, gab Kober zu bedenken. In Österreich sei der Tausch im Mietrecht geregelt, „diese Idee ist in jedem Fall interessant“.

Der Vorsitzende schnitt auch die Bereiche Pflege und Teilhabe an. Als guten Erfolg nannte es Kober, mit CSA-Mitglied Michael Stock einen Elternvertreter im Teilhabebeirat des Landkreises zu haben, der als Vater einer behinderten Tochter aus einem praktischen Blickwinkel prüfen könne, „ob die tollen Ideen der Zielgruppe auch nutzen“.

Bezirksrat und Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter nannte es als wichtige Aufgabe, dem Fachkräftemangel besonders in der Pflege mit einem guten Wohnraum-Angebot zu begegnen. Das neue Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in Erding bringe neues Personal hervor, das es zu halten gelte. Auch die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte müssten kritisch unter die Lupe genommen und beispielsweise Kinderbetreuung geschaffen werden. „In der Autoindustrie verdient man hier gutes Geld, zur Pflege gibt es da einen großen Unterschied. Es darf aber nicht sein, dass die Autos wichtiger sind als die Menschen“, sagte Hofstetter.

Landrat Martin Bayerstorfer richtete Dankesworte an die CSA für die bisherige Arbeit und ermunterte den Vorstand: „Mischt euch ein und sorgt dafür, dass soziale Themen nicht zu kurz kommen.“

Bei den Neuwahlen gab es nur wenige Veränderungen im Vorstand. An der Spitze bleibt Christoph Kober, die zweiten Vorsitzenden sind nun Michael Stock und Arnold Kronseder. Rudolf Mandausch, bisher auf einem Vize-Posten, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Schatzmeisterin bleibt Claudia Ostermaier, die Kassenprüfung obliegt nach wie vor Walter Rauscher und Herbert Lindmayer. Da der Posten des Schriftführers nicht besetzt werden konnte, teilen sich die drei Vorstände diese Aufgabe. Als Beisitzer wurden in Abwesenheit Elisabeth Lechner und Alex Wegmaier gewählt.

Außerdem gab es Ehrenurkunden für langjährige Mitglieder, darunter Martin Bayerstorfer für zehn Jahre sowie Maria Becker, Rudolf Mandausch und Christoph Kober für jeweils 20 Jahre Mitgliedschaft. 

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