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Männer unter sich bei der Bierprobe aus der neuen Brauerei (v. l.): der Brauingenieur Gruber (Sepp Vieregg), der Brauereibesitzer (Manfred Eberl), der Hofbauer (Klaus Bolsterl) und Onkel Thomas (Sepp Loidl).

Theaterverein Waldeslust Grünbach

Liebeswirren und Buhlschaften

Der Heimat- und Theaterverein Waldeslust Grünbach führt das Volksstück „Einmaleins der Liebe“ von Franz Schaurer, in drei Akten, auf. 

GrünbachWohl kaum ein Thema bewegt die Menschheit mehr als die Zuneigung zweier Personen. Diesen Dauer-Gefühls-Brenner greift jetzt der Heimat- und Theaterverein Waldeslust Grünbach auf: Im lustigen Volksstück „Einmaleins der Liebe“ von Franz Schaurer kann sich der Zuschauer in drei Akten trefflich darüber amüsieren, wie zwei Liebende nach einigen Wirren schließlich doch noch zueinander finden.

Hochhoferbauer Benno (Klaus Bölsterl) ist mächtig stolz auf seinen einzigen Sohn Georg (Simon Lechner), der Lehramt studiert: „I bin der einzige im Dorf, der an akademischen Buam hat“. Für den Vater scheint auch sicher, dass sein Sprössling die Tochter des Bürgermeisters heiratet, die schüchterne Lena (Lena Petermeier). Doch in dieses Idyll platzt die resolute Regina (Kathi Loidl), die Georg in der Stadt beim Studium kennen gelernt hat. Und Regina hat klare Vorstellungen: Sie sieht sich bereits als Georgs künftige Braut, kann sie doch mit einem Vater (Manfred Eberl) prahlen, der eine Brauerei besitzt. Also gibt sie vor, auf dem Grund des Hochhofs eine neue Brauerei zu bauen. Selbstverständlich mit Georg als Brauingenieur und einer Gewinnbeteiligung für den naiven Bauern, der diesen bösen Deal lange nicht durchschaut.

Keinesfalls einverstanden mit diesem teuflischen Plan von Regina ist die gute Seele des Hauses, Wirtschafterin Ursula (Marianne Moser). Ganz cool hingegen betrachten die „Kupplerin und Bluat-ratschn“ Nanni (trefflich gespielt von Angelika Zollner) und Georgs Onkel Thomas (Sepp Loidl) das aufgeregte Treiben am Hof. Während die Klatschtante des Dorfs sich einen finanziellen Vorteil aus dem gegenseitigen Buhlen von Lena und Regina um Georg verspricht, spinnt der Onkel schon raffinierte Pläne. Tatsächlich kehrt der Oheim, der Prototyp eines durchtriebenen Schlawiners, plötzlich Seiten in seinem Charakter vor, die niemand vermutet hätte. Als die verworrene Situation im spannenden Spiel, wer denn nun wen liebt, ins Chaos zu kippen droht, hat der ausgebuffte Verwandte eine Lösung, die alle verblüfft. Selbstverständlich gibt’s ein glückliches Ende.

Spielleiterin Bärbl Loidl hat mit ihrer Truppe ein Stück in Szene gesetzt, das viele Lacher garantiert. Wer einen kurzweiligen Abend im Grünbacher Trachtenheim erleben will, hat dazu noch drei Mal Gelegenheit. fez

Weitere Vorstellungen

sind am Freitag und Samstag, 2. und 3. März, jeweils um 20 Uhr, und am Sonntag, 4. März, um 18 Uhr. Es gibt noch Restkarten.

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