Auf ein besseres Mobilfunknetz in der Gemeinde Bockhorn hoffen viele Bürger. Der Standort für einen Funkmast sorgt jedoch seit längerem für Unruhe.
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Auf ein besseres Mobilfunknetz in der Gemeinde Bockhorn hoffen viele Bürger. Der Standort für einen Funkmast sorgt jedoch seit längerem für Unruhe.

Räte kritisieren falsche Behauptungen der BI

Gemeinderat Bockhorn: Unmut über Unterschriftenaktion gegen Funkmast-Standort

Die derzeit laufende Unterschriftenaktion einer Bürgerinitiative gegen den Funkmast-Standort im Gewerbegebiet Mauggen sorgte für Diskussionen und auch Unmut im Bockhorner Gemeinderat. Bürgermeister Lorenz Angermaier (FW/ Bürgerliste Kirchasch) ärgerte sich darüber dass die Unterschriften-Sammler „teilweise Dinge behaupten, die schlicht falsch oder gar nicht überprüfbar sind, nur um von den Leuten eine Unterschrift für ihre Aktion zu bekommen“.

Bockhorn - Hubert Strasser (Bürgerliste Kirchasch) hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Die gehen zu den Leuten an die Haustüre, fragen, ob sie denn künftig nicht auch telefonieren wollen und holen sich mit so einfachen Parolen eine Unterschrift“. Peter Feller (Grünbacher Liste) ergänzte: „Dass demnächst der Mobilfunkanbieter Vodafone einen Funkmasten etwa bei Kirchasch aufstellt, hat nichts damit zu tun, dass sie den Ort versorgen wollen. Sie erfüllen damit nur den Auftrag der Bundesnetzagentur, einen bestimmten Abschnitt der Staatsstraße 2084 mit Mobilfunk abzudecken.“

Feller ist sich sicher, „dass die Telekom an keinen anderen Standort gehen wird als nach Mauggen“. Auch Angermaier sieht das so: „Es gibt in der ganzen Gemeinde keinen wirklichen Alternativ-Standort, weil es dafür keinen interessierten Betreiber gibt. Zudem kann keine Firma gezwungen werden, eine beliebig lange Stromleitung zu einem x-beliebigen Standort zu legen.“ Im übrigen zeige diese Unterschriftenaktion, dass sie nicht wirklich sorgfältig arbeite, so Bürgermeister Angermaier: „Sie nennt als Datum für unseren Gemeinderatsbeschluss den 18. Februar, es war aber der 25. Februar.“

Schade fand Thomas Fisch (FW), dass es wegen der Corona-Pandemie keine Möglichkeit gibt, die Bürger seriös bei einem öffentlichen Termin übers wahre Geschehen zu informieren. „Offensichtlich sind einige in der Gemeinde nicht wirklich gut informiert. Da müssten wir vielleicht nachlegen.“

Wenn zehn Prozent der Wahlberechtigten an der Unterschriftenaktion teilnehmen, könnte die Initiative ein Bürgerbegehren fordern. Dann wäre theoretisch eine neue Abstimmung über den beschlossenen Standort für den Funkmast möglich.  

Friedbert Holz

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