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Bisherige und neue Führung des Zweckverbands: Neben dem langjährigen Vorsitzenden Georg Mesner (M.) haben sich sein Nachfolger Lorenz Angermaier (r.) und dessen Stellvertreter Johann Selmair postiert.

Schlechtes Mobilfunknetz in der Gemeinde Bockhorn

Wasserzweckverband: 31 Meter hoher Funkmast in Mauggen

Das schwache Mobilfunknetz in der Gemeinde Bockhorn ist für viele ein großes Ärgernis. Jetzt will der Zweckverband zur Wasserversorgung Erding-Ost in Mauggen Abhilfe schaffen. 

VON FRIEDBERT HOLZ

Mauggen/Bockhorn– Über die mangelhafte Abdeckung des Mobilfunknetzes in der Gemeinde wird schon seit Jahren diskutiert – ein großes Ärgernis in der Bürgerschaft. Jetzt aber ist vielleicht ein erster, wichtiger Schritt zur Verbesserung der Situation erfolgt: Der Zweckverband zur Wasserversorgung Erding-Ost würde der Deutschen Funkturm GmbH, einer Telekom-Tochter, auf seinem Gelände in Mauggen eine Fläche vermieten, um dort einen 31 Meter hohen Funkmast aufstellen zu können. So beschloss es das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung bei einer Gegenstimme.

Rudolf Ott, langjähriger Geschäftsleiter des Verbands, zu dieser Idee: „Wir haben ein Angebot von besagter Firma erhalten, die auf einer Mietbasis von 15 Jahren einen solchen Mast bauen und betreiben möchte. Schließlich sind wir schon lange auf der Suche nach einem geeigneten Standort in der Gesamtgemeinde, was aber bislang zu keinem Ergebnis geführt hat.“

Auch jetzt hatten wieder einige Verbandsräte Fragen zu einer solchen Einrichtung. Gottfried Widl (Hundshof) etwa wollte wissen, wie weit die Funkabdeckung von Mauggen aus reiche. Bernhard Stein (Maierklopfen) möchte, dass von diesem Mast später „alle Mobilfunk-Anbieter profitieren“. Hubert Strasser (Kirchasch) erkundigte sich nach dem Betretungsrecht der neuen Mieter auf der Verbandsfläche. Thomas Fisch (Grünbach) regte an, diesen Mast „so hoch wie möglich zu bauen, um eine möglichst weite Abstrahlung zu erreichen“. Und Martin Haindl (Hecken) fragte, ob diese Einrichtung „nicht primär einer überregionalen Mobilfunk-Versorgung dient“. Alle diese Fragen und Bedenken konnte Ott weder beantworten noch wegwischen, „dafür ist es heute noch viel zu früh“.

Auch Bockhorns Bürgermeister Lorenz Angermaier, der in der Sitzung zum neuen Verbandsvorsitzenden gewählt worden war, legte Wert darauf, „erst einmal zu klären, ob der Verband überhaupt eine Fläche zur Verfügung stellt. Details zur Mobilfunk-Situation müssen dann später im Gemeinderat diskutiert und beschlossen werden.“ Schließlich stimmte das Gremium, das sich aus Corona-Gründen in der Fahrzeughalle statt im Sitzungssaal getroffen hatte, dem Angebot der Deutschen Funkturm GmbH zu. Dagegen stimmte allein Walter John (Grünbach) – er sieht Gefahren einer Strahlung und will die Grundstücksnachbarn mit befragen.

Dieser Diskussion voran gegangen waren die Wahl des Vorsitzenden, seines Vertreters sowie des Rechnungsprüfungsausschusses. Nach der einstimmigen Wahl der 22 Verbandsräte für Lorenz Angermaier als neuen Zweckverbandschef wurde der bisherige Stellvertreter, Johann Selmair (Dorfen), in diesem Amt bestätigt. Im Rechnungsprüfungsausschuss sitzen nun Michèle Forstmaier (Bürgermeisterin von Lengdorf), die auch den Vorsitz hat, sowie Bernhard Stein (Gemeinderat in Bockhorn) und Rudolf Angermeier (Stadtrat in Dorfen).

Schließlich bedankte sich Angermaier bei seinem Amtsvorgänger Georg Mesner (Mauggen), der mehr als zwölf Jahre lang den Verband geführt hatte. „Er hat hervorragende Arbeit geleistet, zuletzt vor allem den Bau des neuen Brunnens in Eibach, den wir bald noch einweihen wollen. Es wird nicht leicht sein für mich, in seine Fußstapfen zu treten“, stellte Angermaier fest. Mesners trockener Kommentar dazu: „Das wird schon klappen, wir haben beide die gleiche Schuhgröße.“

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