Bodenverkehrsdienst: Selbst Huber springt den Grünen bei

Flughafen - Die Zukunft der 2000 Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienst der FMG war Thema des Wirtschaftsausschusses im Landtag.

Sogar Erwin Huber (CSU) sprang gestern dem Grünen-Abgeordneten Martin Runge zur Seite, der mehr über die Position der Staatsregierung zur möglichen Auslagerung des Bodenverkehrsdienstes (BVD) aus der Flughafen München GmbH (FMG) erfahren wollte. Runge beantragte deshalb einen entsprechenden Beschluss im Wirtschaftsausschuss. Franz Xaver Kirschner (FDP) lehnte dies ab, da derzeit die Verhandlungen laufen. Gerade deshalb wolle er schließlich die Meinung des Freisstaats als Mehrheitseigner der FGM wissen, erwiderte Runge und bekam dabei Rückendeckung von Huber. Das dürfe man schon verlangen, meinte er.

Letztlich wurde man sich sogar im zweiten Teil des Grünen-Antrags einig: Die Staatsregierung soll Bericht erstatten über „konkrete Schritte zur Verbesserung des Ergebnisses des BVD bei gleichbleibenden Bedingungen für die Bdiensteten“. Zuvor hatte die CSU noch ein „ausgeglichenes Ergebnis“ gefordet, was angesichts der zweistelligen Millionenbeträge, die der BVD bisher jährlich an Minus eingefahren hat, wohl nicht möglich ist und laut Runde auch nicht nötig sei, „wenn der Konzern insgesamt 55 Millionen Euro Plus einfährt“. Der Grünen-Abgeordnete warf der FMG „eine „hundsmiserable Produktivität“ vor. Zwar würden 89 Prozent aller Flugereignisse von der FMG abgewickelt und eben nicht vom Konkurrenz-Unternehmen Aviapartner. Aber offenbar schaffe es das Management nicht, entsprechende Vergütungsverträge mit der Lufthansa und anderen Luftverkehrsgesellschaften auszuhandeln. „Das Sanierungskonzept der FMG sieht für die rund 2000 Beschäftigten unter anderem Mehrarbeit ohne Lohnausgleich und Abstriche bei der Vergütung vor“, berichtete Runge und fordert: „Dass Fehler der Geschäftsführer auf dem Rücken der Bediensteten ausgetragen werden, ist nicht hinnehmbar.“ pir

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