Das alte Brauereigebäude soll einer neuen Nutzung weichen. Foto: Hermann Weingartner

Nach Kauf durch gemeinde

Brauereigebäude wird abgerissen

St. Wolfgang - Die Privatbrauerei Bauer in St. Wolfgang ist längst Geschichte. Die Gemeinde hat das ehemalige Betriebsgelände samt angrenzendem Forsthaus gegenüber dem Rathaus inzwischen gekauft und will dort eine neue Nutzung entwickeln.

Das ehemalige Brauereigebäude steht direkt gegenüber dem Rathaus und St. dem Wolfganghaus (Pfarramt). Knapp 3600 Quadratmeter sind die Grundstücke, Brauerei und Forsthaus, groß. Nach dem Erwerb der Objekte hat der Gemeinderat nun über das weitere Vorgehen zur Nutzung des Areals beraten. Im Gespräch war noch in der letzten Gemeinderatsperiode vor allem betreutes Wohnen. Ende 2014 hatte das Dorfener Immobilienunternehmen Sperr & Zellner den Verkauf zwischen einem Isener Investment-Unternehmen und der Gemeinde vermittelt, hat die Heimatzeitung eruiert. Davor hatte sich die Vladinvest Bau- und Handels GmbH für das Objekt interessiert.

Im März 2014 hatte der Bauausschuss des Gemeinderates sogar einem Bauvorbescheidsantrag der Münchner Investorengruppe für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage das Einvernehmen erteilt. Vladinvest hatte dann das Projekt offenbar nicht weiter verfolgt. Nun will Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) die Verwertung des Brauerei- und Forsthausgeländes vorantreiben. Dazu ist ein Arbeitskreis (Gaigl, Vize-Bürgermeister Konrad Bernhard, die Seniorenreferenten Christine Fleidl und Josef Göschl, Franz Seidl, Dieter Fischer, Anton Schneider und Geschäftsleiter Christian Miksch) gebildet worden, so der Gemeindechef. Das Gremium habe die Arbeit bereits aufgenommen und im April entschieden, dass zunächst sämtliche, denkbare Funktionen, die an der Stelle mitten im Ort der Gemeinde dienlich sein könnten, erfasst werden „ohne Rücksicht auf deren Realisierungsmöglichkeiten“.

Der Arbeitskreis habe erste Vorschläge erarbeitet, so Gaigl. Er nannte ein Ärztehaus und Gesundheitspraxen, Büros, Betreutes Wohnen, Kegelbahn, Bürgersaal, Cafe, Eisdiele, Gemeinschaftswohnen, Pils-Pub oder ein Sozialstation für Pflege- und Gesundheitswesen. Einig war sich der Gemeinderat, dass auch die Bürger in das Projekt mit einbezogen werden müssen. Damit ergäben sich vielleicht Ideen, auf die man im Arbeitskreise oder Gemeinderat nicht komme und vor allem sei dann später die Akzeptanz des Projekts sicher größer.

Beschlossen wurde, dass die Gemeindebürger zur Nutzungsart und im Amtsblatt und Internet-Seite der Gemeinde befragt werden. Vorgegebene Nutzungen werden danach gewichtet und auch eigene Idee dürfen angegeben werden. Die Ergebnisse werden anschließend veröffentlicht.

Hermann Weingartner

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