Die Beschwerden von betroffenen Bürgern aus verschiedenen Gemeinden, die am neuen Autobahnabschnitt der A 94 liegen, häufen sich. Nur eine Woche nach der Eröffnung klagt auch ein Anwohner aus Buch am Buchrain über „unerträglichen Lärm“ (Symbolbild).
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Die Beschwerden von betroffenen Bürgern aus verschiedenen Gemeinden, die am neuen Autobahnabschnitt der A 94 liegen, häufen sich. Nur eine Woche nach der Eröffnung klagt auch ein Anwohner aus Buch am Buchrain über „unerträglichen Lärm“ (Symbolbild).

Kritik kurz nach der Eröffnung der Autobahn

Anwohner aus Loiperding: A 94-Lärm „eine Katastrophe“

Die Beschwerden von betroffenen Bürgern aus verschiedenen Gemeinden, die am neuen Autobahnabschnitt der A 94 liegen, häufen sich. Nur eine Woche nach der Eröffnung klagt auch ein Anwohner aus Buch am Buchrain über „unerträglichen Lärm“.

Buch am Buchrain – Das Thema Autobahn kam im Rahmen des Bucher CSU-Workshops zur Kommunalwahl 2020 in der Pizzeria Gallo Nero zur Sprache.

In Buch sind die Meinungen zur A 94 unterschiedlich. Viele Einwohner im Hauptort spüren schon jetzt deutlich weniger Durchgangsverkehr. Dafür hat sich die Situation an anderen Stellen negativ verändert. Betroffen ist zum Beispiel Wolfgang Obermaier aus Loiperding. Er nennt den Lärm der A 94 „eine Katastrophe“. Aufgrund einer doppelten Windbelastung höre Obermaier die Lastwagen und deren Abrollgeräusche besonders stark. Auf den leiseren Flüsterasphalt wurde in seinem Ortsteil verzichtet. Demnächst will Obermaier privat eine Lärmmessung durchführen, um Zahlen vorweisen zu können. Er erhofft sich Unterstützung von der Kommune, „weil als Privatperson kann man kaum Verbesserungen beim Lärmschutz erzielen“.

Anwohner appelliert: „Vergesst nicht die Leute weiter draußen“ 

Obermaier mahnte die anwesenden CSU-Bürgervertreter: „Vergesst in eurer Euphorie, dass in Buch der Verkehr weniger geworden ist, nicht die Leute weiter draußen.“ „Wir haben euch nicht vergessen“, entgegnete CSU-Gemeinderat Thomas Steidler und verwies auf den zweiten Betroffenen aus Loiperding, Michael Rappold.

Zu Wort meldete sich auch Bernhard Blasi aus Hammersdorf, der zwar 700 Meter von der A 94 entfernt lebt, die Betonfahrbahn aber ebenfalls deutlich hört. „Flüsterasphalt wird nur in bewohnten Gebieten gebaut. Da wurde bei uns wohl gesagt, für die paar Leute in der Nähe braucht es das nicht“, kritisierte der enttäuschte CSU-Rat.

Auch aus der Gemeinde Pastetten gibt es Beschwerden

Verständnis für die Situation signalisierte Bürgermeister Ferdinand Geisberger. Er gab bekannt, dass es auch Beschwerden von Anwohnern der Gemeinde Pastetten – höchstwahrscheinlich aus Ötz – gebe. In einer gemeinsamen Nachricht habe man sich an die Autobahndirektion Südbayern gewandt. Geisberger möchte die Lärmberechnungen im Planfeststellungsverfahren mit den realen Zahlen vergleichen.

Zuhörer Karl Eisner fragte bei der Gelegenheit nach der Ausbesserung der durch A 94-Baufahrzeuge verursachten Straßen- und Gehwegschäden – ein Dauerbrenner in der Gemeinde. „Hier hat sich jetzt die höhere Politik eingeschaltet“, verkündete Geisberger. Die Landesregierung habe die Übernahme der Kosten bei Sanierungsprojekten in Aussicht gestellt. Den Bedarf habe die Gemeinde schon weitergeleitet. Wie genau die Regelung aussieht und wann die Finanzierung erfolgt, sei noch nicht bekannt.

Markus Ostermaier

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