Bürgerversammlung

Bau der A 94 macht der Telekom Druck

Buch am Buchrain – Verhältnismäßig gering ist Buch am Buchrain ab April vom Weiterbau der A94 betroffen. Das wurde in der Bürgerversammlung deutlich. Beim Thema Mobilfunk könnte es aber vorangehen.

Gut besucht war die Bürgerversammlung in Buch am Buchrain. Das dürfte am zweiten Tagesordnungspunkt, Informationen zum Weiterbau der A 94, gelegen haben. Immerhin durchschneidet die Autobahn in Richtung Dorfen künftig auch das Bucher Gemeindegebiet. In der Bürgerversammlung wurde nun unter anderem berichtet, inwiefern Buch vom geplanten Autobahnabschnitt Pastetten – Dorfen betroffen ist.

Bei der Mobilfunkversorgung könnte sich durch den A 94-Weiterbau etwas tun. Das wurde bei einer Nachfrage von Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl deutlich. Bekanntlich sollen nämlich große Zufahrtswege zum künftige Handymast-Standort durch die künftige Autobahn wegfallen. Damit kommt die Deutsche Telekom unter Druck, endlich zu bauen. Gemeindechef Ferdinand Geisberger sagte, dass in Telekom-Verträgen vor wenigen Wochen festgehalten worden sei, dass der Sendemast-Bau bis Ende Juni erfolgen soll. Danach folge der Einbau der Technik.

Gilbert Peiker, Abteilungsleiter Planung und Bau der Autobahndirektion Südbayern, gab einige allgemeine Informationen. Er erklärte, dass der Autobahnbereich von Forstinning bis Marktl als Öffentlich Private Partnerschaft geplant werde. Zwei große Lückenschlüsse sollen erfolgen – im Bereich Pastetten bis Heldenstein sowie in Niederbayern bei Pocking. Der Abschnitt Pastetten – Dorfen solle von April 2016 bis Oktober 2019 erfolgen. „45 Monate sind eine sportliche Aufgabe. Wir haben aber gute Partner und sind deswegen zuversichtlich“, sagte Peiker.

Über die Autobahn-Bauarbeiten im Bucher Gemeindegebiet informierte Nikolaus Arndt von der Firma „Berger Bau“. Schon vor Jahren wurden die betroffenen Waldstücke für die A 94-Trasse gerodet. „Generell wird die A 94 in Buch aber relativ wenig in offenem Bereich gebaut“, sagte der technische Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft.

Es ist lediglich eine Anbindung über die ED 20, also die Straße nach Walpertskirchen, notwendig. Hier soll auch ein Geh- und Radweg zur Nachbargemeinde berücksichtigt werden. Auf welcher Straßenseite dieser entstehen wird, ist noch nicht geklärt.

„Im Prinzip belasten wir Buch recht wenig, was wir in anderen Gemeinden nicht behaupten können“, sagte der Technik-Projektleiter. Die Autobahn führt künftig im Ortsteil Tannenhof durch ein Wildgehege. Dies sei der einzige Bereich mit mehreren Überführungsbauwerken. Arndt: „Die Erdbewegungen sind bei Ihnen vergleichsweise gering.“ Allerdings seien in den Waldabschnitten wegen des nicht so guten Bodens Verbesserungsmaßnahmen nötig, die im April starten. Im nächsten Monat wird mit den Bohrpfählen der „Hammerbach-Brücke“ begonnen, ab Juni mit den Bauwerken.

Nach Ostern sollen die Baustraßen neben der Autobahntrasse geschaffen werden. Hier antwortete Arndt Zuhörer Ludwig Obermaier, dass zwar ein paar zusätzliche Bäume gefällt werden müssen, aber keine Zehn-Meter-Streifen entstehen sollen. Man wolle sich mit den Eigentümern arrangieren.

Wolfgang Hipper wurde geantwortet, dass die Brücken-Höhe sechs Meter über der Straße beträgt. Außerdem erkundigte sich Gemeinderat Bernhard Blasi über den Straßenbelag. Peiker sprach von einem Belag mit Lärmminderungswert von minus zwei bis minus drei Dezibel. Darauf werde vor allem in Bereichen mit Bebauung geachtet.

Des Weiteren stellte sich in der Bürgerversammlung Oliver Lauw, Geschäftsführer der Isentalautobahn-Projektgesellschaft, vor. Diese hat ab April während der Bauarbeiten ihren Sitz in Dorfen und ist Ansprechpartner für Bürgerfragen. Zwar gibt es noch keine Telefonnummer, aber schon die E-Mail-Adresse info@isentalautobahn.de. An der Dorfener Baustelle soll zudem ein Infocontainer aufgestellt werden.

Markus Ostermaier

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