Jahrzehnte lang engagiert hat sich Martin Kunstwadl (M.) für die Gemeinde Buch. Bürgermeister Ferdinand Geisberger (l.) und Landrat Martin Bayerstorfer verabschiedeten ihn nun offiziell.
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Jahrzehnte lang engagiert hat sich Martin Kunstwadl (M.) für die Gemeinde Buch. Bürgermeister Ferdinand Geisberger (l.) und Landrat Martin Bayerstorfer verabschiedeten ihn nun offiziell.

Langjähriger Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl für 36 Amtsjahre geehrt

Abschied vom Bucher Baufuchs

Martin Kunstwadl, der zur Kommunalwahl 2020 nach 36 Amtsjahren nicht mehr angetreten war, wurde nun im Bucher Gemeindehaus offiziell verabschiedet.

Buch am Buchrain – Eine verdiente Ehrung konnte in der Bucher Bürgerversammlung nachgeholt werden. Mit einem Jahr Verspätung wurde der frühere Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl, der zur Kommunalwahl 2020 nach 36 Amtsjahren nicht mehr angetreten war, nun im Gemeindehaus offiziell verabschiedet.

„Martin hat sein Fachwissen, das er am Bau erworben hat, stets bei uns eingebracht und viele Projekte begleitet“, sagte Bürgermeister Ferdinand Geisberger. Kunstwadl war über die Jahre in vielen Ausschüssen tätig, beispielsweise seit 1984 im Bauausschuss. Neben einer Urkunde erhielt der frühere Wählergruppe-Gemeinderat einen großen Geschenkkorb und durfte sich in das Goldene Buch der Kommune eintragen.

Außerdem waren für die Bürgerversammlung zwei weitere Ehrungen vorgesehen. Die beiden ausgeschiedenen CSU-Gemeinderäte Martin Ostermeier und Carina Hietl waren jedoch erkrankt beziehungsweise beruflich verhindert. Hietl hatte das Gremium 2019 nach fünf Jahren aus privaten und beruflichen Gründen verlassen, Ostermeier 2020 nach zwölf Amtsjahren nicht mehr genügend Stimmen bekommen.

Geisberger freute sich, dass nach der Absage im vergangenen Jahr wieder eine Bürgerversammlung möglich war. Er informierte über die Projekte der beiden vergangenen Jahre. Auch einige Bürger hatten Gesprächsbedarf. So widersprach Karl-Heinz Ullowetz einer früheren Aussage Geisbergers, dass es aktuell am Schmiedberg keine durch das Arbeiterwohnheim verursachten Parkprobleme mehr gebe. „Es ist noch immer unzumutbar“, sagte er. Ullowetz sprach die Erdinger Straße an, wo die besagten Fahrzeuge zuvor geparkt haben und wo inzwischen ein Parkverbot gilt. „Da wurde einfach nur der Brennpunkt zu uns verlegt“, kritisierte er.

Geisberger antwortete, dass er ein Parkverbot am Schmiedberg als nicht sinnvoll empfindet, da davon auch Anlieger betroffen wären und eine Kontrolle nicht durchführbar sei. Er wollte stattdessen erneut die Ursache, also die Anzahl der Wohnheim-Gäste, prüfen lassen.

Wolfgang Hipper erkundigte sich nach dem Sachstand zur künftigen Wasserversorgung. Geisberger informierte, dass die nächste, bereits beschlossene Versuchsbohrung beim potenziellen neuen Brunnen-Standort ab Oktober umgesetzt werden soll. Hierzu liefen noch Gespräche mit dem Grundeigentümer. Außerdem informierte Geisberger seinen früheren Stellvertreter Kunstwadl, dass die während der A 94-Bauarbeiten entstandenen Straßenschäden im Winter ausgebessert werden sollen. Die Kosten trägt die Isentalautobahn.

Ein weiterer Bürger fragte nach Neuigkeiten zum Radweg von Buch nach Walpertskirchen. Hier sei man immer noch in Gesprächen wegen der Bauerlaubnis auf Privatgrundstücken, sagte Geisberger. „Aber es sind bisher positive Gespräche.“

Markus Ostermaier

Buch in Zahlen

Zum Jahreswechsel zählte die Gemeinde 1660 Einwohner, seit Juli sind es über 1700 Einwohner. 466 von ihnen sind zwischen 30 und 49 Jahre alt. 126 stammen aus 29 verschiedenen Ländern. Die meisten Bürger leben im Hauptort Buch (1190). 2020 gab es in Buch 9 Geburten, 137 Zuzüge und 109 Abmeldungen. Wegen des neuen Baugebietes Am Haidfeld hatte es im vergangenen Jahr 32 Bauanträge gegeben, 2019 waren es nur sieben.

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