Gemeinderat Buch am Buchrain

Von Ausreden und Vorwürfen

Buch am Buchrain – Ordentlich Kritik an der jüngsten Elternbeiratssitzung äußerte der Bucher Kindergartenausschuss im Gemeinderat – allen voran Martin Kern (SPD).

Heftige Wortgefechte im Gemeinderat von Buch am Buchrain: Die Zuhörer wurden ein weiteres Mal Zeuge der angespannten Stimmung zwischen Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) und Martin Kern (SPD). Es ging um die jüngste Versammlung des Elternbeirats.

Dort seien ihm einige Dinge negativ aufgestoßen, sagte Kern. So kritisierte er, dass dem Elternbeirat keine Dankesworte ausgesprochen worden seien. „Ich finde es gut, dass unsere Schulweghelfer immer zum Essen eingeladen werden, aber das sollten wir beim Elternbeirat auch so machen“, meinte das SPD-Ratsmitglied. Als unangebracht empfand es Kern, wie mit den ehrenamtlichen Erziehungsberechtigten gesprochen worden sei. „Das hat nichts mit Wertschätzung zu tun. Die Sitzung wurde ja sogar abgebrochen“, monierte er.

Den Abbruch der Versammlung dementierte Geisberger sofort. Außerdem erklärte er, dass er seinen Dank immer bei der Verabschiedung des Beirats ausspreche. „Das ist doch nur eine billige Ausrede“, kommentierte Kern die Begründung. „Was du immer so denkst“, erwiderte der Bürgermeister darauf trocken.

Zuspruch erhielt Kern von Margit Kunstwadl (WG), die wie Geisberger und Kern ebenfalls Mitglied im vierköpfigen Kindergartenausschuss ist. Während der Diskussion kam heraus, dass es in besagter Versammlung um eine Liste mit Maßnahmen ging, die über die Sommerferien erledigt werden sollten. Auch die Wählergruppe-Rätin bezeichnete diese Situation als „ungut. Es kam dem Elternbeirat gegenüber abwertend rüber. Man kann gewisse Dinge auch anders sagen“, sagte Kunstwadl zu Geisberger.

Bei einem vom Elternbeirat aufgezeigten Punkt ging es um das Schneiden der Hecke des Kindergartens. „So etwas muss doch bei öffentlichen Gebäuden jedes Jahr gemacht werden“, wunderte sich Kunstwadl darüber, dass dieses Thema in der internen Sitzung überhaupt angesprochen wurde.

Der Bürgermeister verteidigte seine Bauhof-Mitarbeiter. Diese hätten zuletzt eine Fülle an Aufgaben zu erledigen. Ihm hätten in der Versammlung „unterschwellige Vorwürfe“ nicht gefallen. Zudem habe es einige Themen gegeben, die man schon im laufenden Kindergartenbetrieb hätte klären können, meinte Geisberger.

Kern richtete kurz vor Ende der Diskussion noch einmal deutliche Worte an den Gemeindechef: „Wenn du mich blöd anfährst, bin ich das gewohnt. Aber das macht man nicht bei diesen Leuten, die sich ehrenamtlich engagieren.“ Nach ein paar weiteren hitzigen Aussagen von beiden Seiten ging Martin Dondl (WG) als Streitschlichter dazwischen: „Können bitte beide Parteien wieder in einem normalen Ton reden? Sonst gehe ich. Das ist ja nicht mehr lustig mit euch.“ Und Bernhard Blasi (CSU) meinte ironisch in Anspielung auf die gelegentlichen Reibereien im Gremium des VG-Partners: „Das ist ja fast schon wie in Pastetten.“

Von Markus Ostermaier

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