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Schon weit voran geschritten ist der Bau der Brücke über die ED 20 im Bucher Ortsteil Hammersdorf. Die Autobahn verläuft künftig über dem Verkehr zwischen Buch und Walpertskirchen. Im Frühjahr wird das Bauwerk fertig. 

Baufortschritt der Isentalautobahn 

A 94: „Ab nächstem Jahr wird es leichter“

Der Weiterbau der A 94 durch den Landkreis verläuft im Zeitplan. Im Gemeindegebiet von Buch am Buchrain wird heuer viel gebaut. Fertig werden soll die große Brücke über die ED 20.

Buch am Buchrain – „Man sieht, viele wollen wissen, was in zwei Kilometern Entfernung passiert“: Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Ferdinand Geisberger am Mittwochabend im Bucher Gemeindehaus gut 40 Gäste zum Informationsabend über den Weiterbau der A 94.

Ein Jahr ist vergangen, seitdem die Autobahn ab Pastetten weitergebaut wird. „Es ist ein ganz schöner Eingriff in die Natur, und erste Schwierigkeiten, wie mit den Lastwagen, haben wir auch schon überstanden“, spielte der Rathauschef auf den Ärger an, für den 2016 viele Lkw gesorgt hatten, die auf die Gehsteige an der Erdinger Straße ausgewichen waren (wir berichteten).

Oliver Lauw, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Isentalautobahn, war optimistisch, dass in den noch bevorstehenden 987 Bautagen die 33 Kilometer lange Strecke fertig gestellt werden kann. „Sicher ist die Autobahn eine Belastung für Anwohner, aber wir haben versucht, diese so gering wie möglich zu halten.“ Lauw informierte auch, dass im Vertrag der Projektgesellschaft nicht nur der Neubau, sondern auch der Erhalt der A 94-Strecken Forsinning-Pastetten und Heldenstein-Marktl enthalten sei.

Als „beeindruckendes Infrastrukturprojekt“ bezeichnete Thomas Süssmeier den Autobahnbau. Der Oberbauleiter der Arge für den Abschnitt von Pastetten bis zur Goldachtalerbrücke schilderte speziell die Fristen der Bauabschnitte im Pastettener und Bucher Gemeindegebiet.

So wird im Mai der große Erdhügel beim Autobahnende nahe dem Pastettener Gemeindeteil Ötz – im Volksmund heißt er inzwischen „Mount Ötzi“ und wird der derzeit noch vielen BMX- und Mountainbike-Fahrern genutzt – abgetragen.

Lärmschutz in Holzoptik

Der Brückenbau auf der Straße nach Ötz (ED 8), soll von November bis August 2018 erfolgen. Danach stehe dort bis voraussichtlich Februar 2019 der Straßenneubau an. Bis dahin müsse laut Süssmeier weiter die Umleitung über Harthofen genutzt werden.

Für Sommer ist der Baubeginn der Überführung eines Privatwegs geplant. Der Wilddurchlass beim Damwild-Gehege in Hammersdorf startet ebenfalls in den nächsten Monaten. Nur wenige Meter weiter ist die Überführung der Gemeindeverbindungsstraße nach Walpertskirchen (ED 20). Dieser Brückenbau soll im April fertig werden. Bis November ist der Straßenbau angedacht. So lange muss der Verkehr noch den provisorischen Weg nehmen.

Gleich daneben liegt die Hammerbach-Brücke, die im Dezember 2017 vollendet werden soll. Die Querung eines Entwässerungsgrabens entsteht voraussichtlich ab April.

Das Oberflächenwasser soll laut Süssmeier durch das Quergefälle der Fahrbahn abfließen, in Entwässerungsleitungen gesammelt und weitergeleitet werden. Zum Lärmschutz werden am Anfang und Ende von Brückenbauwerken geschwungene Beton-Elemente in Holzoptik platziert. Auf der Brücke selbst sind Lärmschutzwände geplant.

SPD-Gemeinderat Robert Ulzhöfer fiel auf, dass nach der Hammerbach-Brücke ein zusätzlicher Lärmschutzwall stehen soll – in Richtung Wald und nicht in Richtung Anwohner. Warum, das konnten die Experten nicht erklären. Laut Steinbrecher sei das „im Planfeststellungsverfahren so beschlossen und berechnet“ worden.

In der Fragerunde sorgte sich ein Bürger um erneute Schäden beim Gehweg an der Erdinger Straße. „Wir haben die klare Verpflichtung, den Gehweg danach wieder in den alten Zustand zu bringen“, erklärte Lauw dazu. In jedem Fall sollten nicht Anwohner die Kosten tragen.

Keine klassischen Wildwechsel wird es künftig mehr in den Waldstücken geben, erklärte Süssmeier einer Frau aus Ödenbach. Einzige Querungsmöglichkeiten für die Tiere seien Bäche wie Strogen oder Hammerbach. Geisberger wollte wissen, ob der Bauverkehr nach der Hügelabtragung bei Pastetten nicht über die Bautrassen erfolgen könne. Dies ist laut Süssmeier auch Gedanke der ARGE.

Nikolaus Arndt, technischer Projektleiter der ARGE, machte den Bürgern Mut: „Dieses Jahr müsst Ihr noch durchhalten, dann wird es leichter.“

Von Markus Ostermaier

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