Bebauungsplan Am Haidfeld 1 in Buch am Buchrain 

Mehr Infos fürs Landratsamt, mehr Dach-Formen für Bauherren

Für den Bebauungsplan Am Haidfeld 1 kamen einige Anregungen. Unter anderem soll  eine schalltechnische Untersuchung durchgeführt werden.

Buch am Buchrain – Nach langen Vorplanungen hat der Gemeinderat von Buch am Buchrain im Juli den Bebauungsplan Am Haidfeld 1 aufgestellt. Dieser umfasst bekanntlich nicht nur den Neubau des Feuerwehrhauses am Ortsrand, sondern auch ein Wohngebiet. Nun wurden in der Gemeinderatssitzung die Stellungnahmen aus dem Beteiligungsverfahren behandelt. Planer Thomas Binkert hatte die Rückmeldungen geprüft und durchgearbeitet.

Die längste Stellungnahme hatte der Bereich Bauen, Planungsrecht und Denkmalschutz im Landratsamt abgegeben. „Sie sind grundsätzlich nicht gegen den Bebauungsplan, aber wollen etwas mehr Informationen“, fasste Binkert zusammen. So möchte der Fachbereich mehr über den konkreten Bedarf und die Notwendigkeit sowie eventuelle Alternativen und Baulücken im Gemeindegebiet wissen. Zu diesen Fragen sollen mehr Angaben zur Verfügung gestellt werden. Zudem ist eine Ortsrandeingrünung gewünscht. Landschaftsarchitekt Herwig Hadatsch soll diese durch Festsetzung von Bepflanzungen innerhalb der Baugrundstücke sichern. Im Bereich des Sondergebietes Feuerwehr sind die Ortsrandeingrünungen bereits vorgesehen.

Der Gemeinderat einigte sich auf Wunsch des Fachbereichs auch auf Regelungen zu den Erschließungsstraßen für mögliche Erweiterungen. Im Nordosten ist diese sieben Meter breit. Eine Erschließungsstraße im Nordwesten mit einer Breite von vier Metern ist ausschließlich für Fußgänger, eine fünf Meter breite Straße nach Westen wird als ausreichend erachtet.

Die Untere Immissionsschutzbehörde des Landkreises regte an, zu prüfen, wie viel Lärm für künftige Anwohner von Hauptstraße und Feuerwehr ausgehen werde. Einstimmig folgte Buch dem Vorschlag, eine schalltechnische Untersuchung durchzuführen. Aus Zeitgründen hat die Verwaltung bereits eine Firma damit beauftragt, wie Geschäftsstellenleiter Gottfried Prostmeier erklärte.

Eine artenschutzrechtliche Prüfung, ob seltene Tierarten an der unbebauten Fläche am Haidfeld leben, forderte die Untere Naturschutzbehörde. Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) erklärte, dass hier nur noch ein Teil der Baufläche untersucht werden müsse, da bereits Ergebnisse vorlägen.

Nicht weiter verfolgen wird die Gemeinde den Antrag des Landesamts für Denkmalpflege. Da sich in etwa einem Kilometer Entfernung bei Loiperding ein geschütztes Bodendenkmal befindet, wurde eine Prüfung des Erdbodens angeregt. Da bei den angrenzenden, bereits fertigen Baugebieten keine Bodendenkmäler entdeckt wurden, möchte die Kommune die Bauherren und Planer nur darauf aufmerksam machen, dass auf geschichtliche Funde geachtet werden müsse.

Ein Kompromiss wurde nun auch zu den Walmdächern gefunden, die bei der Bebauungsplan-Erstellung gestrichen wurden. Eine Familie regte an, zusätzlich zu Satteldächern auch Walmdächer mit einer Dachneigung von mehr als 25 Grad zuzulassen. „Das ist dann nicht mehr der typische Toskana-Stil und man würde den Bauherren etwas mehr Freiheit geben“, befürwortete Binkert diese Lösung.

Der Planer wird die Änderungen nun in den Bebauungsplan einarbeiten. Das Schallschutz-Konzept soll nach Fertigstellung ebenfalls einfließen, sodass vor Weihnachten die erneute Auslegung erfolgen kann. Voraussichtlich im Februar oder März möchte die Kommune den Bebauungsplan abschließen. 

Markus Ostermaier

Rubriklistenbild: © dpa

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