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So soll das neue Haidfeld-Gebiet aussehen: Bei der Einfahrt ins Bebauungsplan-Areal ist links das Feuerwehrhaus. Ringförmig entstehen dahinter einige Einzel- und Doppelhäuser für Einheimische.

Bebauungsplan Am Haidfeld 1

Wohngebiet neben dem Feuerwehrhaus

Einen wichtigen Beschluss hat der Bucher Gemeinderat noch vor der Sommerpause gefasst: Der Bebauungsplan Am Haidfeld 1 mit Feuerwehrhaus und Wohngebiet startet seinen Genehmigungsweg im beschleunigten Verfahren.

Bucham Buchrain – „Es ist schon einige Jahre her, dass wir einen neuen Standort für das Feuerwehrhaus gefunden haben“, erinnerte sich Bürgermeister Ferdinand Geisberger in der Gemeinderatssitzung. Das Heim der Feuerwehr wird durch den Neubau vom Zentrum an den Ortsrand umziehen. „Außerdem kam damals die Anfrage, ob auch Wohnraum für Einheimische geschaffen werden kann.“ So kam es zur Aufstellung des Bebauungsplanes Am Haidfeld 1, mit dem sich der Gemeinderat nach einigen nichtöffentlichen Absprachen nun wieder öffentlich beschäftigte.

Planer und Architekt Thomas Binkert präsentierte in der Sitzung bereits den 16. Bebauungsplan-Entwurf. Entstehen soll das Areal am westlichen Ortsrand von Buch, nördlich der Staatsstraße 2332. Es umfasst das Sondergebiet Feuerwehr sowie ein allgemeines Wohngebiet mit mehr als 30 Parzellen.

Das für die Feuerwehr vorgesehene Gelände befindet sich direkt an der Hauptstraße. So kann die Wehr mit ihren Fahrzeugen schnell ausrücken. Im Norden des Gerätehauses sind Parkplätze vorgesehen. Das Sondergebiet soll laut Binkert für Feuerwehrzwecke verwendet werden, aber auch Gemeinde oder Vereine könnten die Fläche nutzen.

Für Autofahrer, die aus Harthofen kommen, wird an der Hauptstraße eine Linksabbiegespur eingerichtet. Für Fußgänger gibt es eine Querungshilfe. Die neue Wohnsiedlung ist gemischt mit unterschiedlich großen Parzellen für Einfamilien- und Doppelhäuser. Sie ist ringförmig erschlossen. Diese Struktur bietet laut Binkert nicht nur bei Bauarbeiten Vorteile. „Es ist auch eine günstige Erschließung für Müll- oder Schneeräumfahrzeuge.“ Auf Robert Ulzhöfers (SPD) Frage, ob nicht auch eine andere Straßenführung mit einem Wendehammer möglich gewesen wäre, antwortete der Architekt, dass dies eine Option zu der Ringform sei.

An drei Stellen enthält der Ring offene Anbindungen für mögliche Erweiterungen des Wohngebiets. Binkert: „Man könnte sich hier zum Beispiel mal über das Zusammenwachsen mit Hausmehring oder der anderen Haidfeld-Siedlung Gedanken machen.“

Laut Geisberger überlegt die Gemeinde, ein Gebäude der neuen Haidfeld-Straße für altersgerechtes Wohnen zu verwenden. „Bei manchen Wohnparzellen wollen wir bewusst noch ein paar Freiheiten bei der Gestaltung lassen“, erklärte Binkert. Für gewisse Regelungen, die aber auch nicht zu eng gestrickt sind, sprach sich auch Geisberger aus.

Wintergärten sind bis zur Hälfte der Hauslänge oder -breite zulässig. Eine Größenregelung gibt es auch für Gartenhäuschen: Hier einigte sich der Gemeinderat auf maximal zwölf Quadratmeter. Außerdem sind in der neuen Siedlung nur Satteldächer erlaubt.

Anfängliche Meinungsverschiedenheiten gab es beim Thema Gehsteig. Geisberger erinnerte an Probleme in der bestehenden Haidfeld-Siedlung, in der auf dem eigentlichen Gehweg geparkt wird. „Ich finde, dass Gehwege in solchen Straßen, außer in wirklich gefährlichen Bereichen, nicht unbedingt erforderlich sind.“

Margit Kunstwadl, Josef Auer und Vize-Bürgermeister Martin Kunstwadl (alle WG) sahen dies anders. Sie argumentierten mit der Sicherheit von Kindern und erklärten, man wolle Diskussionen wie an der Fellnerstraße bei einem eventuellen Weiterbau vermeiden. Das Gremium einigte sich schließlich auf einen nördlich verlaufenden Fußweg.

Mit den Änderungen fasste das Gremium einstimmig den Aufstellungsbeschluss für Am Haidfeld 1. Besonderheit ist laut Binkert, dass das Verfahren für Wohnbebauung beschleunigt und verkürzt ist. Geisberger rührte zudem die Werbetrommel, dass sich einheimische Bauinteressierte ab nun bei der Gemeinde bewerben können.

Markus Ostermaier

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