Was viele Bucher vermutet haben, wurde offiziell bestätigt: Seit Eröffnung der A 94 hat sich der Verkehr durch den Ort enorm verringert. (Symbolbild).
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Was viele Bucher vermutet haben, wurde offiziell bestätigt: Seit Eröffnung der A 94 hat sich der Verkehr durch den Ort enorm verringert. (Symbolbild).

Zahl der Fahrzeuge auf Staatsstraße halbiert

Zählungen zeigen: A 94 entlastet Verkehr durch Buch

Was viele Bucher vermutet haben, wurde offiziell bestätigt: Seit Eröffnung der A 94 hat sich der Verkehr durch den Ort enorm verringert. 

Buch am Buchrain – Von 11. bis 18. November wurde in der Kommune an vier Mess-Standorten der Durchfahrtsverkehr beobachtet, berichtete Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU). Eine Station ist an der Hausmehringer Straße 2. 4000 Autos und Lastwagen waren auf dem Weg nach Buch, in Richtung Walpertskirchen fuhren 4200. 2017 wurden an dieser Stelle jeweils 4700 Fahrzeuge beobachtet. Eine ähnlich leichte Veränderung gibt es an der Pemmeringer Straße. 3100 Fahrzeuge fuhren nach Pemmering, 3000 in die entgegengesetzte Richtung. Die Vergleichswerte von 2017 lagen bei 3500 beziehungsweise 3900 Fahrzeugen.

Staatsstraße 2332 durch Buch: Zahlen haben sich fast halbiert

Die gravierendste Reduzierung gab es erwartungsgemäß bei der Staatsstraße 2332, die in Buch Hauptstraße ist. 21 000 Autos und Laster in Fahrtrichtung Pastetten sowie 22 000 nach Isen wurden vor zwei Jahren gezählt. Bei der Messstelle am Haidfeld waren es in diesem Jahr mit 11 300 beziehungsweise 11 100 Fahrzeugen nur noch knapp die Hälfte. „Hier merkt man die Veränderung durch die A 94 ganz stark“, sagte Geisberger.

Vierte Messstation war an der Hauptstraße 49, also bei der anderen Ortszufahrt in der Vorstadt. Hier gibt es ebenfalls eine deutliche Erleichterung auf der Straße. Gesichtet wurden 7500 Verkehrsteilnehmer Richtung Ortszentrum/Pastetten (2017: 18 100) sowie 7100 Richtung Isen (17 600).

Kritik am Zeitpunkt der Verkehrszählung

Diese Zahlen sind laut Geisberger wegen des Umleitungsverkehrs bis 15. November aber wohl zu sehr abgeschwächt. Dessen Ursache war die Sperrung der Staatsstraße 2331 in Isen aufgrund von Bauarbeiten. Anwohner Josef Auer (WG) bestätigte: „Als die Durchfahrt in Isen gesperrt war, war es noch viel ruhiger als sonst.“ Geisberger bezeichnete den Zeitpunkt der Verkehrszählung deswegen als „nicht ganz optimal“. Auf den Zeitraum hatte die Kommune seinen Aussagen nach allerdings keinen Einfluss.

Matthias Steutzger (parteifrei) forderte aus diesem Grund eine zeitnahe Wiederholung der Fahrzeugzählung, damit man belastbare Zahlen habe. Ebenso wies er darauf hin, dass aufgrund des verringerten Verkehrs der Feuerwehr-Bedarfsplan angepasst werden müsse.

Kommt eine fest stationierte Ampel oder nicht?

Des Weiteren präsentierte der Rathauschef die Ergebnisse, wie häufig in den vergangenen zwei Jahren die Fußgängerampel genutzt wurde. Er selbst hatte im November noch Zweifel, ob sie wirklich aufgezeichnet hat, wie oft sie per Knopfdruck betätigt wurde, da die Ampel schon ein älteres Modell war. Wie die Auswertung zeigt, schwankten die Werte immer wieder. Beispielsweise wurde sie im Juli 2018 785 mal genutzt. Steutzger fragte nach einer Bewertung dieser Ergebnisse, und ob die Zahlen nun für eine fest stationierte Ampel reichen würden. Verkehrsplaner Robert Ulzhöfer (SPD) vermutete, dass die Anforderungen gemäß der Zählung „oft erreicht und erfüllt wurden“.

Geisberger will beim Straßenbauamt nachfragen, inwieweit man eine Ampel in Buch nun rechtfertigen könne. Steutzger bat darum, wieder auf den schutzbedürftigen Personenkreis durch Bushaltestelle, Kindergarten- und Kirchen-Besucher zu verweisen. 

Markus Ostermaier

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