+
Im Gemeinderat von Buch am Buchrain regt die Gruppierung SPD/Parteifreie Bürger eine Diskussion über die Gründung eines Seniorenbeirats an. Für nötig halten nicht alle Räte ein solches Gremium (Symbolbild).

Gründung in Buch am Buchrain?

Am Seniorenbeirat scheiden sich die Geister

Im Gemeinderat von Buch am Buchrain regt die Gruppierung SPD/Parteifreie Bürger eine Diskussion über die Gründung eines Seniorenbeirats an. Für nötig halten nicht alle Räte ein solches Gremium.

Buch am Buchrain – Ein Seniorenbeirat für Buch – die Diskussion darüber brachten SPD/Parteifreie Bürger ins Rollen. Noch nicht alle Gemeinderäte können sich unter der Arbeit des Beirats etwas vorstellen. Daher soll ein Vertreter eines bestehenden Gremiums in die Sitzung eingeladen werden.

Vier Jahre ist die interkommunale Studie Älterwerden auf dem Lande her. Ein Ergebnis: In Buch, Forstern, Pastetten und Hohenlinden sollen Seniorenbeiräte entstehen. Mittlerweile ist Buch die einzige der vier Kommunen ohne derartiges Gremium, schreibt die Gruppierung SPD/Parteifreie in ihrem Antrag, mit dem sie einen Anstoß zur Beratung geben wollte.

Wie Martin Kern (SPD) ergänzte, handle es sich beim Seniorenbeirat um Bürger, die als Bindeglied zum Gemeinderat agierten und ihre Anliegen berieten. Der Beirat könnte etwa Veranstaltungen organisieren oder bei wichtigen Projekten wie der Umgestaltung der Ortsmitte unterstützen. Bei der Anzahl der Posten oder der Wahlperiode sei man frei. „Ich denke, es würde nicht schaden, wenn wir ein weiteres Gremium hätten.“

Matthias Steutzger (parteifrei) verglich den Seniorenbeirat mit dem Kitabeirat: „Wieso sollten wir nicht auch den Älteren die Chance geben, dass ihre Interessen noch mehr vertreten werden?“ Nach Meinung von Axel Krämer (CSU) ist dies eigentlich Aufgabe von Seniorenreferent Martin Kunstwadl (WG). Dieser berichtete von regelmäßigen und gut besuchten Stammtischen im Schützenheim oder dem monatlichen Kaffeenachmittag im Pfarrheim.

Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) erläuterte, bereits bei mehreren Gelegenheiten potenzielle Kandidaten angesprochen zu haben. Diese hätten aber wegen anderer Ehrenämter abgewunken. „Viele haben mir gesagt, dass ihnen das jetzige Angebot ausreicht.“ Seiner Meinung nach gibt es Vereine wie Kriegerverein und KFD oder kirchliche Veranstaltungen, bei denen die ältere Generation ihre Anliegen loswerden könne. „Ich möchte die bestehenden Strukturen eigentlich nicht gefährden und andere Ehrenamtliche vor den Kopf stoßen“, sagte Geisberger.

Robert Ulzhöfer (SPD), der stellvertretender Seniorenbeauftragter ist, fände den Beirat vor allem dann nicht schlecht, falls nach der nächsten Wahl „kein Senior mehr im Gremium“ sei.

Martin Dondl (WG) sah für Buch nicht die Notwendigkeit für einen Seniorenbeirat. „Wir sollten den Senioren nicht noch mehr Arbeit auftragen. Es sind sowieso immer dieselben Leute, die sich engagieren.“ Birgit Hipper (CSU) hätte nichts gegen das neue Gremium, wenn sich Freiwillige finden würden.

Auch Kunstwadl lehnte die Gründung nicht kategorisch ab. Er schlug vor, einen Seniorenbeirat in die Bucher Sitzung einzuladen, der über Ziele, Gestaltung und Aufgaben informieren könne. Dieser Vorschlag gefiel Josef Auer (WG): „Dann können wir uns überlegen, ob der Nutzen auf Buch übertragbar ist.“ Auch Margit Kunstwadl (WG) und Bernhard Blasi (CSU) konnten sich mit diesem Gedanken anfreunden: „Andere Gemeinden standen sicher vor denselben Fragen wie wir.“ Geisbergers Idee, die Senioreneinrichtung Hohenlinden zu besuchen und den Seniorenbeirat Forstern einzuladen, unterstützten alle Räte. 

Markus Ostermaier

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hans Peis ist jetzt Altbürgermeister
Exakt 25 Tage war Hans Peis ohne Titel in der Gemeinde Neuching. Jetzt ist der langjährige Rathauschef zum Altbürgermeister ernannt worden.
Hans Peis ist jetzt Altbürgermeister
Corona-Infektion in Dorfener Asylheim
Unter den am Mittwoch bekannt gewordenen zwei Corona-Neuinfektionen ist ein Bewohner einer Asylunterkunft in Dorfen. Daraufhin wurden tags drauf alle auf das Virus …
Corona-Infektion in Dorfener Asylheim
Trauer um ehemaligen Erdinger Wirt: Beim „Schuggi“ fühlten sich alle wohl
Er war ein Original. Sein Bistro mit Steakhaus war viele Jahre DER Treffpunkt in Erding. Jetzt ist Dieter Schuchardt, den alle nur „Schuggi“ nannten, gestorben.
Trauer um ehemaligen Erdinger Wirt: Beim „Schuggi“ fühlten sich alle wohl
Wirtsacker: Stadt um Lösung bemüht
Die Stadt Erding steht zu ihrer Entscheidung, die öffentliche Grünfläche neben dem Wirtsacker in Pretzen gegen wildes Parken abzuplanken, ist aber zu Lösungen mit den …
Wirtsacker: Stadt um Lösung bemüht

Kommentare