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Neuer Brunnen oder Anschluss an die Nachbarn? Gemeinderätin Birgit Hipper (CSU) erklärt ihre Sicht auf die Wasserversorgung von Buch und stellt klar: „Ich fühlte mich nicht unter Druck gesetzt.“ (Symbolbild)

Neuer Brunnen oder Anschluss an Nachbarn?

CSU-Rätin Birgit Hipper zur Wasserversorgung: „Ich fühlte mich nicht unter Druck gesetzt“

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Neuer Brunnen oder Anschluss an die Nachbarn? Gemeinderätin Birgit Hipper (CSU) erklärt ihre Sicht auf die Wasserversorgung von Buch und stellt klar: „Ich fühlte mich nicht unter Druck gesetzt.“

Buch am Buchrain – Der Gemeinderat von Buch am Buchrain befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema Wasserversorgung. Im Dezember fiel der mehrheitliche Beschluss, an der eigenen Wasserversorgung festzuhalten und einen neuen Brunnen im Urbahnholz, nahe der A 94, zu bauen. Die einzigen Gegenstimmen kamen damals von der Gruppierung Parteifreie Bürger/SPD.

„Ich erkannte die Notwendigkeit einer Entscheidung“

Der Gemeinderat sei bei dieser Entscheidung unter Druck gesetzt worden sei, kritisierte Martin Kern (SPD). Dem widerspricht jetzt CSU-Gemeinderätin Birgit Hipper. „Auch wenn ich erst seit März 2019 dem Gemeinderat Buch angehöre und in die vorangegangenen Diskussionen nicht eingebunden war, möchte ich doch meine Sichtweise zum neuen Brunnen darstellen“, erklärt sie in einem Schreiben an unsere Redaktion. Darin berichtet sie, dass eine endgültige Entscheidung immer wieder hinausgeschoben oder durch nochmalige Prüfungen und Gutachten verzögert worden sei.

„In der Sitzung vom 3. Dezember wurde von mehreren Gemeinderäten immer wieder angemerkt, dass es endlich an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen. Auch Herr Maruschke vom Wasserwirtschaftsamt München betonte, dass sie eine weitere Verzögerung nicht akzeptieren würden“, berichtet Hipper und stellt klar: „Ich fühlte mich nicht unter Druck gesetzt, sondern erkannte die Notwendigkeit einer Entscheidung.“

Forstern und Pastetten können nicht ausreichend Wasser bereitstellen

Richtig hingegen sei, wie Kern sagt, „dass im Gutachten des Ingenieurbüros Putz die tatsächlich anfallenden Kosten sowohl für den Bau des neuen Brunnens als auch für den Anschluss an die Wasserversorgung Forst Nord nicht wirklich ersichtlich sind. Doch auch wenn das Gutachten keinen aussagekräftigen Vergleich der anfallenden Kosten möglich machte, so war doch klar ersichtlich, dass sowohl die Wasserversorgung Pastetten als auch die Wasserversorgung Forstern derzeit keine ausreichende Wassermenge der Gemeinde Buch am Buchrain bereitstellen kann.“

CSU-Gemeinderätin Birgit Hipper sagt:  „Ich fühlte mich nicht unter Druck gesetzt“

Um dies zu ermöglichen, würden den betreffenden Versorgern diverse Maßnahmen abverlangt. So müsste beispielsweise eine Genehmigung der erhöhten Fördermenge beantragt werden, was zur Folge hätte, dass das jeweilige Wasserschutzgebiet neu zu ermitteln wäre, die Förderleistung der Pumpen und das Speichervolumen des Hochbehälters wären anzupassen, sagt Hipper und verweist auf die Homepage der Gemeinde Buch, wo unter „Aktuelles“ das Gutachten einsehbar ist. „Das alles wären Kosten, die dem Wasserversorger entstünden, die er aber mit Sicherheit auf die Gemeinde Buch umlegen würde“, ist Hipper sicher.

Wasserwirtschaftsamt hat beim Nitrat keinerlei Bedenken

Weiter erklärt sie, das Wasserwirtschaftsamt habe bezüglich der Nitratwerte (niedrigster Wert: 3 mg, höchster Wert: 28 mg) keinerlei Bedenken. Auch gegen den Standort habe es keine Einwände gegeben.

Außerdem bevorzuge das Wasserwirtschaftsamt laut Martin Maruschke dezentrale Wasserversorgungen, um im Bedarfsfall Versorgungssicherheit zu gewährleisten. „Deshalb konnte ich guten Gewissens für den Bau eines neuen Brunnens stimmen. Im Übrigen erfolgte die Abstimmung im Anschluss an eine sachliche Diskussion und war mit 10:3 Stimmen eindeutig. Von einem Streit kann keine Rede sein“, macht Hipper deutlich.  

vam

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