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Große Baufortschritte sind am neuen St. Florian-Ring in Buch zu beobachten. Immer mehr Wohngebäude in dem Baugebiet entstehen dort aktuell. Der kommunale Wohnungsbau wird 2021 auf der Grünfläche verwirklicht.

Kommune investiert 4,5 Millionen Euro

Buch am Buchrain: Mehr größere Gemeinde-Wohnungen

Gut 4,5 Millionen Euro kostet der dreigeschossige kommunale Wohnungsbau der Gemeinde Buch. Die Planungen für die beiden Gebäude schreiten voran.

Buch am Buchrain – Gut 4,5 Millionen Euro kostet der dreigeschossige kommunale Wohnungsbau, den die Gemeinde Buch verwirklichen will. Die Planungen für die beiden Gebäude unmittelbar neben der Staatsstraße 2332 am St.-Florian-Ring schreiten voran. Der vom Gemeinderat einstimmig genehmigte Entwurf wird nun in den Bebauungsplan eingearbeitet.

Die überarbeiteten Planungen der Firma HOE-Architects schließen an den bereits positiv aufgenommenen Entwurf an. Architekt Jürgen Hermann informierte, dass die neue Flächengestaltung mit verschiedenen Fachplanern besprochen worden sei. Ebenso sei der Entwurf bereits mit dem Staatlichen Bauamt Freising, der Regierung von Oberbayern und dem Landratsamt Erding abgestimmt worden.

Buchs kommunaler Wohnungsbau wird aufgeteilt in zwei Gebäude, die mit Blick von der Staatsstraße aus in L-Form platziert werden. Die Erdgeschosswohnungen haben kleine Gärten. Der Innenhof besteht aus einer größeren Gemeinschaftsgrünfläche. Von dort aus führt auch ein Gehweg zum bestehenden Wohngebiet am Haidfeld. Die dreigeschossige Bebauung soll Putzfassaden und integrierte Holzelemente erhalten. Vorgesehen sind wärmegedämmte Außenwände.

„Das ist eine äußerst günstige Konstruktion. Wir machen sehr viel Trockenbau, das geht schnell“, erklärte Hermann. Martin Dondl (WG) schlug vor, besser Ziegel ohne Verfüllung zu verwenden, was der Architekt mit den Fachplanern näher besprechen will. Durch eine veränderte Positionierung des Aufzuges hat sich ein Gebäude nach Osten verlängert, so kann der Wohnraum vergrößert werden. Zwar blieb es bei 13 Wohnungen, aber die Wohnfläche hat sich von 740 auf 875 Quadratmeter erhöht. Reduziert wurde dafür die Anzahl der 1,5-Zimmer-Wohnungen. Es sind jetzt nur noch zwei statt fünf. Dafür gibt es statt drei nun sechs 2-Zimmer-Wohnungen.

Auf Margit Kunstwadls (WG) Frage hin erklärte der Ingenieur, dass alle Wohnungen barrierefrei und alle Stockwerke mit dem Aufzug erreichbar seien.

Die Einfahrt zur Tiefgarage befindet sich auf der Nordseite des Grundstücks. Mit 20 Parkplätzen bietet die Kommune sogar fünf mehr an, als gefordert sind. Ebenso unterirdisch ist Platz für Mieterkeller, Motorräder und Fahrräder. Eine Tür führt unter der Straße ins benachbarte Feuerwehrhaus, da sich dort der gemeinsame Technikraum befindet.

Robert Ulzhöfer (SPD) kritisierte, dass in der Tiefgarage nicht ausreichend Platz für Fahrräder geboten wird. Tatsächlich passen nur zehn bis zwölf Räder auf die vorgesehene Fläche, sagte Hermann. Er schlug vor, die Stellplätze für Räder zu erhöhen – unterirdisch und im Innenhof. Vize-Bürgermeister Josef Auer (WG) plädierte dafür, einen möglichst großen Teil der oberirdischen Fahrradabstell-fläche zu überdachen.

Dass nur zwei am St.-Florian-Ring angedachte Besucherparkplätze zu wenig seien, fand Ludwig Obermaier (WG). Architekt Hermann hatte die Idee, dass nicht reservierte Tiefgaragen-Stellplätze für Besucher-Autos genutzt werden könnten. Zudem werde an den Parkplätzen ein Stromanschluss für E-Autos vorbereitet.

Von Martin Kerns (SPD) Vorschlag, aus Kostengründen auf die Glasfassade zu verzichten, riet Hermann ab. Kern sprach zudem den Unterhalt der Gebäude an. Hierzu versicherte Hermann, dass beim Bau „nachhaltige Materialien verwendet werden, die lange Bestand haben“.

Matthias Steutzgers (parteifrei) Frage zur Entwicklung der Baukosten in der Corona-Krise konnte der Architekt nicht beantworten. Nach wie vor ist der Baubeginn für Mitte Mai 2021 geplant. Zuvor muss noch eine kleine Teilfläche des Areals archäologisch untersucht werden.

Im Herbst 2022 sollen die Wohnungen fertig sein. 4,5 Millionen Euro soll alles kosten. Die Gemeinde rechnet mit einer Förderung von 40 Prozent und hat einen Kredit mit 30 Jahren Laufzeit aufgenommen, erklärte Bürgermeister Geisberger. (Markus Ostermaier)

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