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Den amtierenden Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU, l.) will Martin Kern (SPD, r.) noch einmal herausfordern.

SPD-Mann fordert CSU-Bürgermeister erneut heraus

Martin Kern will eine „offenere Diskussionskultur ohne Parteidenken“

Beim Kampf um die Chefetage im Rathaus fordert SPD-Kreischef Martin Kern den amtierenden Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) erneut heraus. 

Buch am Buchrain– Die Entscheidung ist gefallen: In Buch am Buchrain gibt es auch bei der Kommunalwahl 2020 wieder zwei Anwärter für die Rathauschefetage. Wie bereits 2014 hat sich Martin Kern entschieden, CSU-Bürgermeister Ferdinand Geisberger erneut herauszufordern.

2014 war Martin Kern noch ein Politik-Newcomer

Kern war noch ein Politik-Newcomer, als er sich bei der Kommunalwahl 2014 als Bürgermeisterkandidat aufstellen ließ. Viele kannten den jungen SPD-Mann damals noch nicht, da er erst vor kurzem zu seinem Partner und späteren Ehemann Andreas Kern nach Mitterbuch gezogen war. Trotzdem traute sich der Schwabe, den amtierenden Gemeindechef Geisberger herauszufordern. Wegen des Windkraft-Flächen-Streits stand dieser damals in großen Teilen der Bevölkerung in der Kritik. Zwar blieb Geisberger im Amt, Kern erhielt aber auf Anhieb beachtliche 39,5 Prozent der Wählerstimmen.

„Unsere Liste hat gute Arbeit im Gemeinderat geleistet“

Seinen Entschluss, erneut zu kandidieren, hat Kern beim Stammtisch von SPD/Parteifreien Bürgern Buch mit Landtagskandidat Hans Schreiner öffentlich gemacht. Die Entscheidung habe sich laut dem 35-Jährigen dieses Mal länger hingezogen, da sich auch seine berufliche Situation verändert habe: Kern arbeitet inzwischen wieder als Lehrer. Letztendlich seien ihm und seiner Gruppierung aber zu viele Dinge aufgefallen, die für einen zweiten Bürgermeisterkandidaten sprechen würden.

„Ich finde, unsere Liste hat in den letzten sechs Jahren gute Arbeit im Gemeinderat geleistet“, resümiert Kern. Etwa 20 Anträge hätten SPD/Parteifreie eingereicht. Allerdings sei die Situation ähnlich wie im Erdinger Kreistag: „Die wenigsten Anträge wurden unterstützt. Es ist schade, wenn viele Themen automatisch abgelehnt werden, nur weil sie von uns kommen. Für so ein kleines Dorf wie Buch ist das doch unangebracht“, findet Kern.

Mehr Themen sollten öffentlich behandelt werden

Der 35-Jährige, der auch Vorsitzender der Landkreis-SPD ist, würde gerne eine „offenere Diskussionskultur ohne Parteidenken“ erreichen, und dass im Gemeinderat mehr Themen öffentlich behandelt werden. „Ich denke, das würde Buch gut tun.“

Seinen transparenten Arbeitsstil möchte der Fachlehrer mit seiner Gruppierung direkt beweisen. Demnächst werden im Gemeindegebiet Fragebögen verteilt, auf denen die Bürger ihre Ideen und Wünsche für die Kommunalwahl eintragen können. Diese sollen dann auch ins Wahlprogramm von SPD/Parteifreie aufgenommen werden.

Aufstellungsversammlung der SPD-Liste

Die offizielle Aufstellungsversammlung der Gemeinderatsliste sowie Kerns Nominierung sind am Dienstag, 26. November, in der Pizzeria Gallo Nero geplant. 

Markus Ostermaier

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