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Schnelles Internet für 216 weitere Bucher Haushalte

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Von: Markus Ostermaier

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Breitbandausbau
Ein Bündel mit Umhüllungen für Glasfaserkabel hängt vor einem Wohnhaus. © Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

216 weitere Haushalte der Gemeinde Buch dürfen sich in Zukunft über eine neue Breitbandversorgung freuen. Im Gemeinderat wurde einstimmig entschieden, den vorläufigen Fördermittelantrag zu stellen. Das Auswahlverfahren soll direkt im Anschluss durchgeführt werden.

Buch am Buchrain – Als ersten Schritt im Gigabit-Förderverfahren des Bundes hat die Kommune eine Markterkundung durchgeführt. Die einzige Rückmeldung kam von der Telekom, wie Bürgermeistermeister Ferdinand Geisberger und ein Mitarbeiter der Beratungsfirma IK-T aus Regensburg berichteten. Die Telekom stellte für Teilbereiche im Ortskern eine Netzaufrüstung auf über 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) binnen zwölf Monaten in Aussicht.

Bereits im vergangenen Förderverfahren waren große Teile Buchs mit Glasfaser versorgt worden. Für die anderen Gemeindebereiche ist im Markterkundungsverfahren eine VDSL-Versorgung mit weniger als 100 Mbit/s gemeldet worden. Sie gelten deshalb als förderfähig. Ausnahmen kann es unter anderem für kleine, mittelständische oder landwirtschaftliche Betriebe geben. Wie im Gemeinderat berichtet wurde, können auch sie als förderfähig gelten, selbst wenn sie bereits eine Versorgung über 100 Mbit/s aufweisen. 15 solcher Fälle gibt es. Sie müssen bei der Kommune nun noch entsprechende Nachweise einreichen. Insgesamt gelten 216 Adressen als förderfähig.

Die Ausbaukosten für die betreffenden Haushalte im Hauptort sowie den Ortsteilen Herweg, Pitz, Hausmehring und Oberndorf hängen stark von den anbietenden Netzbetreibern ab. Laut Berechnung der Gemeinde in der Beschlussvorlage könnten die Kosten zwischen 2,2 und 6,6 Millionen Euro betragen. Die durchschnittlichen Kosten je Hausanschluss werden dabei zwischen 10 000 und 30 000 Euro geschätzt. Nach Abzug der Fördermittel des Bundes und der bayerischen Mitfinanzierung werde Buchs Eigenanteil voraussichtlich zwischen 260 000 und 290 000 Euro liegen.

Einstimmig entschied das Gremium, für die 216 Adressen die Förderung zu beantragen und anschließend die gigabitfähige Erschließung auszuschreiben. Die Auftragserteilung sowie die vom Anbieter abhängige Bauzeit wird auf zwei bis vier Jahre geschätzt. Im aktuellen Programm nicht förderfähig sind 179 Adressen im Hauptort, da hier die Netzwerkaufrüstung mit mehr als 100 Mbit/s durch die Telekom stattfindet. Für sie ist voraussichtlich ab 2023 ein geförderter Ausbau möglich. Infos dazu gibt es erst Ende 2022.

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